Erfolgreich Studieren – mit diesen Regeln

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Von alten Uni-Hasen für junge Ersties

 

Themen dieses Artikels:

 

Lerne deine Uni und ihre Stadt kennen

Verwechsel dein neues Bildungs-Heim nicht mit einer Schule: Hochschulen erstrecken sich oft wie ein eigener Stadtteil über weite Flächen. Lerne deshalb zumindest den Teil der Hochschule kennen, in dem du regelmäßig unterwegs bist.

Kluge Erstsemester reisen gleich mit Stadtplan und den Adressen bzw. Anfahrtsskizzen wichtiger Abteilungen der Uni an. Denn zu Anfang des Semesters ist viel zu organisieren und für ungeplante Orientierungsmärsche durch die Uni-Pampa bleibt da keine Zeit!

Was heißt welche Abkürzung, wo liegen deine Hörsäle, welche Institute findest du wo? Das solltest du schnellstens rauskriegen. Gerade in den ersten Tagen heißt es nämlich: wer zuerst kommt, hat die besten Plätze! Außerdem lässt dir eine gute Vorbereitung mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Studium, beispielsweise den Kaffee mit Kommilitonen.


Teile dein Leid – in Lerngruppen

An der Uni musst du das Lernen neu lernen. Dieser Aspekt des Studiums ist wichtiger, als er zunächst scheint. Denn im Zweifel heißt Lernen an der Uni immer auch Lernen am Limit. Der Stoff ist umfangreich, komplex und nicht selten besteht systematischer Zeitdruck. Da macht die richtige Lerntechnik den Unterschied aus, zwischen denen die samstags mal ihre Klause verlassen können und denen, die auch am Wochenende in Vollzeit über Büchern brüten.

Die richtige Lerntechnik, das ist immer die für dich optimale Lerntechnik. Aber obwohl grundsätzlich jeder anders lernt, sind Lerngruppen im Allgemeinen eine gute Idee. Lerngruppen bieten Wissenstausch und die Gelegenheit zum Erklären und Nachfragen. In den meisten Fällen einigt sich die Gruppe vor einer Sitzung auf ein Thema und es wird von den Teilnehmern erwartet, dass sie gut vorbereitet erscheinen. Denn wer in der Lerngruppe zum ersten Mal einen Blick in die Materialien wirft, kann inhaltlich kaum etwas beitragen.

 

Unterschiedlicher Wissensstand ist ein Lernvorteil

Leichte Unterschiede in der Vorbereitung und im Verständnis wirken sich hingegen positiv aus. Zum einen profitieren die Unwissenden von einer guten Erklärung. Zum anderen kann der Erklärende sein Wissen wiederholen und überprüfen, wie sicher er im Stoff ist. Generell gilt: Was du verständlich erklären kannst, hast du verstanden.

Lerngruppen haben neben dem Lerneffekt aber noch einen positiven, eher psychologischen Effekt. Du kannst deinen Lernstand mit anderen vergleichen und weißt so schon vor der Prüfung in etwa wo du stehst. Richtig böse Überraschungen sind da ausgeschlossen. Außerdem beruhigt es ungemein zu wissen, das die Kommilitonen genauso viel oder wenig verstanden haben.

 

Organisiere das Lernen

Im Gegensatz zur Schule wird dir an der Hochschule der Lern- und Arbeitsprozess nicht mehr vorstrukturiert. Der Lernstoff wird auch nicht in verträglichen Häppchen serviert, sondern kommt als ganzer Braten schwer verdaulich daher.

Deshalb musst du das Lernen organisieren! Verschaff dir zunächst einen Überblick über den Stoff und teile ihn dir dann in kleinere Kapitel ein.

Wenn deine Uni Veranstaltungen zu Lern- und Arbeitstechniken oder zur Prüfungsvorbereitung anbietet, nimm diese unbedingt wahr. Du wirst erstaunt feststellen, wie viel es über effektives Mitschreiben oder über das Schreiben von Referaten oder Thesenpapieren, über Notizenmachen, Ablage, Recherche und Datenverwaltung zu lernen gibt! Oder auch darüber, wie man scheinbar unübersichtlichen Lernstoff vernünftig aufbereiten kann.

Generell gilt: Erfolgreiches Lernen beruht auf guter Organisation! Die folgende Liste mit Leitfragen und Tipps zeigt dir, worauf du achten solltest:

  • Zu welchen Tageszeiten kannst du dich besonders gut konzentrieren? Zu diesen Zeiten solltest du dir den schwersten Stoff aneignen. Stupides Wiederholen funktioniert auch im Halbschlaf!
  • Wann und wie oft brauchst du Lernpausen? Das ist stark vom Typ abhängig. Es gibt Studenten die nicht drei Lerngruppen nacheinander durchstehen und trotzdem ihren Abschluss machen.
  • Bist du gut vorbereitet? Die Frage bezieht sich nicht auf die Prüfung, sondern aufs Lernen. Weißt du auf Anhieb, wo du einen ruhigen Platz zum Lernen findest? Hast du genügend Zwischenmahlzeiten dabei? Alles Kleinigkeiten, die einen langen Lern-Tag aber gehörig aufmischen können.

>> Leidest Du unter Aufschieberitis? Wir helfen dir!

 

Richte dein Studium auf den Beruf aus

Sieh dich in einer deiner ersten Vorlesungen einfach mal um: kein Platz mehr frei, unzählige Kommilitonen vor dir, neben dir, und wenn du nicht zu spät gekommen bist, auch noch ein paar hinter dir. All diese Studenten, mit denen du abends in der angesagtesten Kneipe deiner Uni-Stadt um den besten Thekenplatz wetteiferst, sind später auch im Berufsleben deine Konkurrenten. Mit den lieben Kommilitonen buhlst du dann um die spärlichen Jobs in deinem Spezialgebiet.

Von deinen Mitbewerbern setzt du dich am besten ab, indem du bereits im Studium genau weißt, wo du hin willst und auch gleich in diese Richtung los marschierst.

Dies kann bedeuten:

  • Wähle Studienschwerpunkte, abseits des Mainstreams. Schiele nicht nur auf die Fächer, in die besten Noten vergeben werden, denn davon wissen auch die Konkurrenten.
  • Erwerbe Zusatzqualifikationen, sei es durch Fremdsprachenzertifikate (siehe hierzu auch unseren Navigationspunkt Sprachreisen), IT-Scheine oder auch Seminare, mit denen du am Arbeitsmarkt gefragte Soft Skills nachweisen kannst.
  • Trainiere Schlüsselqualifikationen, denn auch wenn es selbstverständlich scheint: Die bessere Team-, Konflikt- oder Kommunikationsfähigkeit kann im Zweifel den Ausschlag geben. Du kannst das alles ohnehin?  Prima, dann lass es dir zertifizieren, das freut den Personaler noch mehr.
  • Engagier dich, am besten aktiv & ehrenamtlich bei einer studentischen Organisation (beispielsweise Market-TEAM, AIESEC oder der Fachschaft etc.).
  • Wähle das Thema deiner Abschlussarbeit praxisnah. Damit kannst du zeigen, dass du etwas von deinem Arbeitsgebiet verstehst. Außerdem knüpfst du bereist in der Abschlussphase wichtige Kontakte; sei es, weil du Informationen aus erster Hand besorgst, sei es, weil du deine Arbeit gleich komplett im Unternehmen schreibst.
  • Studiere schnell. Im Zweifel zählt ein schnell erworbener Abschluss mehr, als das zehnte Praktikum oder endloses soziales Engagement.

 

Networking ist angesagt - schon während des Studiums

Ob schlagende Verbindung, Fachschaft, Absolventen-Vereinigung oder einfach nur Hochschulgruppen, der Trend ist klar: Vernetzung beginnt im Studium und wird dann immer wichtiger.

Kontakte sind bekanntlich das Salz in der Kariere-Suppe, weil gute Außenkontakte helfen, einen Praktikumsplatz oder Job zu finden. Mittlerweile gibt es auch organisierte Kontaktbörsen, die neben den wichtigen Kontakten auch Beratungen und Veranstaltungen anbieten, auf denen Praxiswissen vermittelt wird.

Ähnliches gilt für sogenannte Bonding-Initiativen (www.bonding.de). Diese vermitteln Kontakte zwischen Unternehmen auf der einen Seite und Studierenden auf der anderen Seite. Market-TEAM als Bonding-Initiative für BWL-Studenten mit hauptsächlichem Schwerpunkt Marketing ist ein Beispiel aus der Uni-Praxis: Hier werden durch Vorträge, Firmenkontaktmessen, Job- und Praktikumsbörsen frühzeitig Kontakte sowie Einblicke im Bereich Marketing auf Unternehmensseite vermittelt.

 

Sammle Berufserfahrung durch Praktika

Der Nachweis berufsbezogener studienbegleitender Praktika wird für eine gute Position im Wettbewerb um die Jobs immer wichtiger. Dies ist schon den Erstsemestern bewusst. Oder doch nicht? Immer noch hören wir vom Studium-Ratgeber das häufig gesungene Klagelied, dass es ein riesen Fehler war, während des Studiums nicht erste Berufserfahrung in Form von Praktika, insbesondere auch Auslandspraktika gesammelt zu haben.

Diese Erkenntnis kommt den Betroffenen meist erst dann, wenn die ersten Bewerbungen (siehe hier auch unsere Bewerbungstipps) inklusive Absage zurück kommen. Auf Nachfrage erklären die Personaler dann oft, die mangelnde Berufserfahrung habe den Ausschlag gegeben.

Also: Berufserfahrung durch Praktika schon während des Studiums zu sammeln, ist mittlerweile ebenso obligatorisch, wie der Nachweis guter Englischkenntnisse! Für weiterführende Infos zu Praktikum & Praktika schaue auch hier.

 

Sammle Auslandserfahrung

In globalisierten Zeiten steigt die Bedeutung der Auslandserfahrung. Mittlerweile findet sich in fast jedem Lebenslauf ein Auslandspraktikum oder ein Auslands-Semester. Dergleichen will allerdings frühzeitig organisiert werden,  sonst kann dein Sprung über den großen Teich schnell mal ins Wasser fallen.

Bei den Auslands-Aufenthalten fragt sich heutzutage also nicht mehr, ob du es machen willst, sondern nur noch mit wem, also welcher Organisation. Infos findest du beim DAAD unter www.daad.de oder bei TravelWorks, einer Organisation, die Auslandsaufenthalte und Auslandspraktika vermittelt. Falls dich eine Kombination aus Sprachkurs & Praktikum interessiert, dann wirst du bei carpe diem Sprachreisen, sicherlich bestens beraten. Dort werden im  "Work-Experience"-Programm so wertvolle Skills wie Auslandserfahrung und Fremdsprachenkenntnisse miteinander kombiniert.

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Kommentare

T. schreibt:
2012-09-18 17:58:17
Studiere schnell?! Was ist denn das für ein Tipp? Kein Personaler will einen Absolventen, der durchs Studium gehetzt ist, ohne tatsächlich etwas zu lernen - dazu braucht man nämlich ein bisschen mehr als nur die Pflichtseminare. In den meisten Fächern zählen auch die Praktika und das Engagement neben dem Studium mehr als die letztliche Semesterzahl - die Pflichtnachweise haben am Ende nämlich alle Bewerber, das was heraussticht kriegt man nicht an der Uni, und wenn dann nicht in sechs Semestern. Aber schnell durchdurchdurch hat noch keinem was gebracht.
T. schreibt:
2012-09-18 17:58:57
Studiere schnell?! Was ist denn das für ein Tipp? Kein Personaler will einen Absolventen, der durchs Studium gehetzt ist, ohne tatsächlich etwas zu lernen - dazu braucht man nämlich ein bisschen mehr als nur die Pflichtseminare. In den meisten Fächern zählen auch die Praktika und das Engagement neben dem Studium mehr als die letztliche Semesterzahl - die Pflichtnachweise haben am Ende nämlich alle Bewerber, das was heraussticht kriegt man nicht an der Uni, und wenn dann nicht in sechs Semestern. Aber schnell durchdurchdurch hat noch keinem was gebracht.
Fine schreibt:
2017-01-24 12:29:26
Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich muss mich jetzt auch langsam für Bachelor Studiengänge bewerben und finde es sehr schwer mich zu entscheiden. Ich wohne zur Zeit in München und würde hier auch gerne bleiben. Bei der Recherche im Internet habe ich nun eine Business School gefunden und werde mir diese sicherlich noch mal angucken: http://www.new-european-college.com/about-neweuropeancollege

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