Die fünf zukunftsträchtigsten Wirtschaftsstudiengänge

Je mehr Absolventen auf den freien Arbeitsmarkt entlassen werden, desto heißer umkämpft werden die guten Stellen. Daher stellt sich vielen Studenten die Frage, welche Studiengänge nicht nur interessant sind, sondern später auch gute Zukunftsaussichten haben. Am besten also, irgendetwas mit Wirtschaft studieren. Doch welche Wirtschaftsstudiengänge gibt es überhaupt?Wir haben die 5 mit den besten Karriereaussichten herausgesucht!

Betriebswirtschaftslehre

Inhalt

Der Klassiker unter den Wirtschaftsstudiengängen ist und bleibt das altbewährte BWL-Studium. Es werden die allgemeinen betriebswissenschaftlichen Grundlagen und Methodenkenntnisse vermittelt. Die abgehandelten Themen befassen sich mit der Betriebswirtschaftslehre, Finanzierung, Rechnungswesen, Marketing und Management. Auch Aspekte des Personalwesens, des Lieferkettenmanagements sowie Teile der Volkswirtschaftslehre und der Rechtwissenschaften sind vorhanden.

Voraussetzungen

Um im Studium erfolgreich zu sein, muss daher ein grundlegendes Interesse für Wirtschaft, Zahlen und Mathematik vorhanden sein. Ableitungen, Gleichungen mit mehreren Unbekannten und statistische Berechnungen sollten keinen Fluchtreflex bei einem auslösen. Insgesamt beträgt die Studiendauer für das Bachelor-Studium beträgt sechs bis acht Semester. Wer möchte, kann seine Kenntnisse im Master-Studium weiter verfestigen oder sich auf bestimmte Bereiche in BWL spezialisieren. Dazu werden in der Regel weitere zwei bis vier Semester benötigt.

Jobchancen

Karrieremäßig finden BWL-Studenten in vielfältigen Wirtschaftsbereichen einen Platz. In Banken oder Versicherungen, im Handel, in der Industrie und sogar im öffentlichen Dienst, wird immer wieder gerne auf das Know-How der BWL-Absolventen zurückgegriffen. Wer sein Studium erfolgreich absolviert und sogar erste praktische Erfahrungen vorweisen kann, hat auf dem Arbeitsmarkt daher gute Chancen.

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Wirtschaftspsychologie

 

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Die Wirtschaftspsychologie ist eine Spezialisierung im Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Hier geht es hauptsächlich um Fragestellungen, nach welchen Kriterien Personen Kaufentscheidungen treffen beziehungsweise wie sich Menschen in einem ökonomischen Umfeld verhalten und beeinflussen lassen. Markt- und Werbepsychologie, psychologische Personalarbeit und Marktforschung sind nur einige der spannenden Themenfelder, die den Studenten erwarten.

Voraussetzungen

Auf der einen Seite sind somit für dieses Studium mathematische und wirtschaftliche Skills gefragt, auch der anderen Seite sollte aber auch ein großes Interesse am Menschen und an Psychologie bestehen. Die Studiendauer beträgt hier in der Regel acht Semester, die allerdings auf sechs verkürzt werden können. In der Regel werden bei diesem Studium die drei Bereiche Psychologie, Wirtschaftspsychologie und Betriebswirtschaft mit einander verbunden, so dass eine ideale Basis für eine wirtschaftspsychologische Tätigkeit vorhanden ist.

Jobchancen

Die späteren Einsatzmöglichkeiten liegen überwiegend in der Unternehmensberatung. Oft beruht die Beratungstätigkeit auf einer selbstständigen Basis, was eine höhere Flexibilität ermöglicht und für jede Menge Abwechslung sorgt. Dennoch gibt es jede Menge anderer Wirtschaftsbereiche, wo das Wissen in Puncto Mitarbeiterführung oder im Marketing- und Werbebereich genutzt werden kann. Somit sind spätere Anstellungen in Personalabteilungen von Unternehmen oder Fortbildungseinrichtungen der Industrie oder öffentlichen Institutionen andere mögliche Optionen.

Wirtschaftsinformatik

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Wirtschaftsinformatik gehört in den letzten Jahren ebenfalls zu den sehr gefragten Studiengängen. Da der IT-Bereich immer mehr Prozesse in der Wirtschaft durchdringt, sind hier immer mehr Spezialisten an der Schnittstelle zwischen IT und Wirtschaft gefragt. Das Studium kann von Studiengang zu Studiengang etwas variieren, jedoch ist es in der Regel sehr stark mathematisch und IT-lastig ausgelegt. Statistik, Programmierung, IT-Projektmanagement, Datenbanken und Rechnerstrukturen sind gängige Themenblöcke des Studienfachs.

Voraussetzungen

Natürlich kommen auch die betriebswirtschaftlichen Aspekte nicht zu kurz. Die Regelstudienzeit beträgt hier sechs Semester für das Bachelor-Studium. Wer seine Kenntnisse noch vertiefen und etwas mehr Praxiserfahrung sammeln möchte, kann sich im Anschluss noch für das Master Studium bewerben. Auch Spezialisierungen in bestimmten Bereichen wie E-Business, Simulation oder künstliche Intelligenz sind möglich. Zeitlich muss für den Master mit 2 bis 4 Semestern gerechnet werden.

Jobchancen

Wirtschaftsinformatiker sind für Unternehmen interessant, da sie unter Umständen eigene Informations- und Kommunikationslösungen für den Betrieb entwickeln und durch ihre Kenntnisse für einen reibungslosen Ablauf der Prozesse sorgen. Die Tätigkeitsfelder im Unternehmen reichen von Projektleitung über Programmierer, IT-Experte bis hin zum Qualitätsmanagement oder Softwareentwicklung.

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Wirtschaftsingenieurswesen

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Das Wirtschaftsingenieurswesen gilt ebenfalls als ein noch recht neues Studium mit jeder Menge Zukunftspotential. Absolventen des Studiums bildet die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Technik. Gelernt werden unter anderem Inhalte von Mathe, Physik, Entwicklung und Konstruktion, Fertigungstechnik, Logistik, BWL und Marketing.

Voraussetzungen

An den verschiedenen Hochschulen lassen sich verschiedene Vertiefungsrichtungen finden, die die Studierenden für bestimmte Schwerpunkte qualifizieren. So können Studenten zwischen Wirtschaftsingenieurswesen mit Vertiefungsrichtung Allgemeiner Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Technische Sicherheit oder anderen Vertiefungsrichtungen wählen. Diese werden dann teilweise bereits während des sechs- bis achtsemestrigen Bachelorstudiums gewählt.

Jobchancen

Karrieretechnisch stehen Absolventen des Wirtschaftsingenieurs-Studiums mit Berufserfahrungen die Türen für gewöhnlich offen. In den Unternehmen werden Funktionen als Ansprechpartner für ökonomische und technische Fragen ausgeübt. Die Verantwortungsbereiche liegen in der Kostenkalkulation und der Optimierung von Produktionsabläufen. Die verschiedenen Tätigkeitsfelder können dabei in den unterschiedlichsten Bereichen, wie im Controlling, Marketing, Vertrieb oder im Bereich der Logistik umgesetzt werden.

Electronical Business (E-Business)

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E-Business, oft auch als E-Commerce bezeichnet ist eigentlich ein Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik. Aufgrund der wachsenden Bedeutung des Themenbereichs hat sich daraus jedoch ein eigenständiges Studium entwickelt. Immer mehr Unternehmen sind im Bereich E-Commerce tätig und betreiben Online-Handel. Studierende dieses Fachbereichs werden dann dafür benötigt diese E-Commerce Prozesse zu verbessern und zu optimieren. Dazu werden während des Studiums viele Bereiche aus der Informatik und ein solides Grundwissen an BWL vermittelt.

Voraussetzungen

Ein mathematisches Verständnis und logisches, analytisches Denken sollten den Studierenden für diesen Studiengang liegen. Das Studium besteht grob aus den drei Blöcken Wirtschaftswissenschaften, angewandte Informatik und Wirtschaftsinformatik. Kann sich aber in den einzelnen Modulen von Hochschule zu Hochschule etwas unterscheiden. Die Regelstudienzeit für das Bachelorstudium beträgt sechs Semester.

Jobchancen

Im Berufsalltag optimieren die Absolventen die E-Commerce Abläufe. Eine bessere und einfachere Bedienung der Shop-Seite für den Kunden, Implementierung von Multi-Channel-Handel oder die Umsetzung von Vermarktungsstrategien sind nur einige der Tätigkeitsfelder. Auch in der Dienstleistungs- und Tourismusindustrie sind die späteren E-Business-Manager und E-Commerce-Experten sehr gefragt.