Tablet PCs für Studenten

Eine geeignete Lösung für Studenten

Im zweiten Halbjahr des Jahres 2013 war es soweit. Erstmals wurden in Deutschland mehr Tablet-PCs als Notebooks verkauft. Die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Telekommunikationselektronik (GFU) fand heraus, dass 1.124.000 Tablets 1.114.000 verkauften Notebooks und lediglich 288.000 Desktop-PCs gegenüberstanden. Das Durchschnitts-Tablet kostete dabei knapp über 350 Euro, dies bedeutet zudem, dass der Preis dieser Geräte binnen eines Jahres um beinahe 25 Prozent zurückging. Was spricht für die Tablet-PCs, was gegen sie? Und wie könnten Studenten sie für sich einsetzen?

Was macht Tablets eigentlich aus?

Die Geräte sind kleiner und leichter als Laptops. Im Vergleich zu anderen elektronischen Erzeugnissen bieten sie dennoch in einem begrenzten Rahmen vielfältigere Verwendungsmöglichkeiten. So sind Netbooks auf Arbeiten im Internet ausgerichtet, sie werden zum Surfen oder das Versenden von E-Mails verwendet. E-Book-Reader (kurz auch: E-Reader) sind tragbare Lesegeräte für gespeicherte Inhalte. Tablet-PCs versuchen, diese beiden Fähigkeiten zu vereinen.

Ihre Entwicklung begann mit den Anfang der 1990er-Jahre in den USA erfundenen elektronischen Terminplanern, den Personal Digital Assistants (PDAs). Diese waren erstmals mit einem speziellen, elektronischen Stift statt mit einer Tastatur bedienbar. Nach der Überwindung der üblichen Kinderkrankheiten hat sich der Tablet-PC zu seiner heutigen Form mit zahlreichen hilfreichen Features entwickelt und verdrängt immer mehr klassische PC’s & Notebooks in der täglichen Anwendung.

Vorteile für Studenten

Es ist für viele Studenten definitiv hilfreich, einen Laptop dabeizuhaben. Doch wer Tag für Tag ein Notebook geschleppt hat, der sollte sich aufgrund des Gewichts die Anschaffung eines Tablets überlegen, nicht unbedingt als Ersatz, aber als sinnvolle Ergänzung dazu. Es gibt mittlerweile Geräte, die unter 300 Gramm wiegen und auch die durchschnittlich 700 Gramm sind deutlich leichter mitzunehmen.

Dazu kommt, dass er deutlich kleiner ist. So ist er mit Standardabmessungen wie 20,5 x 16 x 1,5 Zentimeter kaum größer als ein dicker DIN A 5 – College-Block. Selbst in Rucksäcken, die mit Büchern aus der Uni-Bib und Pausenbroten vollgestopft sind oder eleganten Lady-Handtaschen ist er unterzubringen.

Wer Dokumente, beispielsweise Seminar-Skripte im Format Pdf, nicht stapelweise ausdrucken will, kann die Texte hier wie am E-Reader lesen, vergrößern oder verschieben. Im Gegensatz zum Smartphone ist jedoch die integrierte Touchpad-Tastatur leichter zu bedienen. So kann man beispielsweise bei einer Vorlesung auf den geräuscharmen Apparaten leicht Notizen eintippen, ohne Kommilitonen zu stören und ohne im Nachhinein an 20 Seiten gekrakelter Aufzeichnungen zu verzweifeln.

Durch die Nachfrage haben renommierte Hersteller wie

  • Samsung
  • Apple
  • Toshiba
  • Lenovo
  • Acer
  • Asus

die verschiedensten Modelle entwickelt, die schon ab etwa 200 Euro bei großen Fachhändlern bzw. Online-Plattformen für viele verschiedene Studiengänge die geeignete Lösung bieten. Je nach Ausstattung kann der Preis bis auf das Zehnfache ansteigen. Parallel dazu steigen die Verwendungsmöglichkeiten.

So sind heute häufig USB-Anschlüsse oder andere Steckplätze, beispielsweise für Micro-SD, vorhanden. Die Bildschirme, welche in handelsüblichen Größen wie 7 Zoll (= 17,78 Zentimeter) oder 9 Zoll (= 22,86 Zentimeter) angeboten werden, können jedoch auch zum Surfen, Spielen, Filmen (Kamerafunktion) oder Abspielen von Clips benutzt werden. Mittlerweile serienmäßig integrierte Dinge wie WLAN, Bluetooth, Audioanschlüsse oder weitere Steckplätze, teilweise sogar 3G-Datenmodule, machen das Tablet zum Alleskönner.

Die meisten Tablets werden mit dem Betriebssystem Android verkauft, aber auch iPads (Apple) sind populär. Dabei ist zu erwähnen, dass eine mittlerweile nicht mehr überblickbare Anzahl von Apps es Studenten erlaubt, das Gerät genau auf die eigenen Bedürfnisse zuzuschneiden. Dadurch sind auch Aktualisierungen oder Erweiterungen leicht durchzuführen.

Nachteile

Studenten, die den gesamten Tag in der Uni-Bibliothek an ihrer Zulassungsarbeit schreiben wollen, sollten nicht unbedingt auf ein Tablet zurückgreifen. Es existieren zwar Office-ähnliche Anwendungen, diese sind aber noch nicht immer ausgereift (Beispiel: Microsoft Office Suite für Windows 8 Tablets). Wer viel eintippt, der sollte für die einfache Handhabung der Zehnfinger-Technik überlegen, eine zusätzliche Tastatur anzuschließen.

Viel ist über die Ermüdung der Augen beim Lesen und Arbeiten gesagt worden. Doch es ist nun einmal nicht wegzudiskutieren, dass der beleuchtete Hintergrund, insbesondere bei Sonneneinstrahlung die Sichtbarkeit deutlich erschwert. Externe Lichtquellen werden zudem von der zumeist vorhandenen, zusätzlichen Glas- oder Plastikschicht reflektiert und stören.

Die Auflösung war früher selbst bei 9- bis 10-Zoll-Geräten nicht gut, dies hat sich aber mittlerweile verbessert. Im Gegensatz zu Laptops kann man Tablets nicht einfach zuklappen, was einen Schutz, beispielsweise ein Etui notwendig macht. Bei der Internetnutzung sorgen lange Ladezeiten, beispielsweise bei Browsern wie Safari oder Probleme mit Flash-Anwendungen für Verärgerung bei den Nutzern.

Du möchtest doch auf ein Notebook nicht verzichten? Wir haben hier aufgeführt, was du beim Kauf eines Notebooks unbedingt beachten solltest.

Fazit

Jeder Interessent sollte sich erst genau überlegen, wofür er das Multi-Funktionsgerät einsetzen will. Gerade für Studenten eignet sich ein Tablet in Kombination mit einem Laptop oder auch einem Desktop-PC. So haben sie alle Möglichkeiten, in Ruhe zu arbeiten, mobil aufs Internet zuzugreifen oder unterwegs Notizen zu machen und Spiele anzuwenden. Durch den Preiskampf auf dem Markt sind die Bedingungen für Kunden günstig und das Angebot an Modellen und passenden Apps riesig.

Fotoquelle: © contrastwerkstatt – Fotolia.com