Steuern sparen als Student

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Das Studium - ein teures Bildungsvergnügen

Studieren kostet viel Geld. Studiengebühren, Bücher, Skripte oder allein die in manchen Universitätsstädten atemberaubenden Mieten. All diese Ausgaben wollen neben Seminaren und Vorlesungen verdient werden. Wer nicht vollständig vom Elternhaus finanziert wird, muss sich oft auf einen Nebenjob einstellen. Eine aktuelle Studie des Deutschen Studentenwerks besagt, dass bereits 70 Prozent aller Studierenden neben dem Studium arbeiten gehen.

Der Steuerfreibetrag von 7664 Euro ist jedoch schnell überschritten. Dann müssen die werdenden Akademiker Steuern zahlen. Bei ohnehin knappem Budget könnte das zu einem wirklichen Problem werden. Es gibt jedoch eine Reihe Sonderregeln und Ausnahmen, die dem studentischen Zuverdienst etwas mehr Freiheiten einräumen. Doch wie kann man Steuern sparen als Studi? Im folgendem Text erfährst du es!

>> Studienkosten mit der Steuererklärung zurück holen

Sonderausgaben absetzen

Da wären zunächst mal die sogenannten „unbeschränkt abzugsfähigen Sonderausgaben“. Dieser Punkt in der Steuererklärung ist der für Studenten wohl interessanteste: Denn hier kann man ordentlich Steuern sparen als Student. Was kaum einer weiß, ist, dass sich Studienkosten von der Steuer absetzen lassen. Im Klartext: Von 36 bis 4.000 Euro lässt sich hier fast alles, was mit dem Studium zu tun hat, eintragen. Semesterbeiträge, Studiengebühren, Fachbücher, Kopien, Exkursionen: All das sind Studienkosten, die sich von der Steuer absetzen lassen. Freilich nur, wenn man die Ausgaben auch mit Belegen beweisen kann.

 

Werbungskosten

Werbungskosten haben nichts mit Werbung zu tun. Es sind Kosten, die im Zusammenhang mit dem Job entstehen. Für einen BWL-Studenten, der nebenher in einer Unternehmensberatung jobbt, könnten das zum Beispiel Arbeitskleidung (Anzug) oder Fachliteratur sein. Grundsätzlich gilt: Auch wenn die Werbungskosten gering ausfallen, kann man das Jahreseinkommen durch den sogenannten Arbeitnehmerpauschbetrag um 920 Euro drücken. Auch hier lassen sich Steuern sparen als Studi.

Steuern sparen im Minijob

Die beliebteste Variante für Studenten, etwas dazu zu verdienen, ist wohl immer noch der 400-Euro-Job. Zwölf Mal 400 Euro macht 4800 Euro. Bei einem Freibetrag von 7668 Euro sollte man sich fragen, warum man nicht mehr verdient. Minijobs werden nicht über die Lohnsteuerkarte versteuert. Die zwei Prozent Steuern zahlt der Arbeitgeber. Es gibt zwei Möglichkeiten, aus so einer geringfügigen Beschäftigung mehr zu machen und Steuern als Studi zu sparen. Erstens: Man arbeitet auf Lohnsteuerkarte, denn dann gilt der Steuerfreibetrag von 7668 Euro. Man verdient also mehr, zahlt aber trotzdem keine Steuern. Zweite Möglichkeit: Man nimmt einen zweiten Job an und lässt diesen über die Lohnsteuerkarte laufen. Zwischen den 4800 Euro vom Minijob und den 7668 Euro Steuerfreibetrag liegen 2868 Euro, die man so steuerfrei hinzu verdienen kann.

Weitere Infos zu Studentenjobs findest du hier im Studium-Ratgeber:

>> Wie ich als Student nebenher Geld hinzuverdienen kann
>> Skurrile Studentenjobs

 

Vorsicht Kindergeld

Bis man das 25. Lebensjahr vollendet hat, bekommen die Eltern Kindergeld. Nicht selten wird dieses großzügig an die Kinder im Studium weitergegeben. Aber Vorsicht: Verdient man sich im Studium mehr als 7680 Euro hinzu, fällt das Kindergeld weg. Verdient man beispielsweise 8200 Euro im Jahr durchs Kellnern, sollte man das Jahreseinkommen drücken: Am besten mit dem Arbeitnehmerpauschbetrag von 920 Euro. So bleibt einem auch das Kindergeld erhalten.

Doch noch etwas: Auch wenn der Student mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, ist das Kindergeld in Gefahr. Einzige Ausnahme: Die Semesterferien. Dann dürfen Studenten nicht nur Hausarbeiten schreiben und für Klausuren lernen, sondern auch so viel arbeiten, wie sie wollen.

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Kommentare

Sinn schreibt:
2012-02-11 14:30:37
Der Artikel ist sehr fehlerhaft. Seit wann kann man einen Anzug als Werbungskosten absetzen? So etwas geht nur wenn die Kleidung für den Beruf notwendig ist (z.B. Robe eines Richters). Und die 20h-Grenze für Studenten hat nichts mit dem Kindergeld zu tun, sondern mit den Beiträgen zur Sozialversicherung.
Yvonne Kuefer schreibt:
2017-01-24 09:44:10
Das mit den Steuern klingt interessant. Meine Freundin studiert immer noch und sie zahlt definitiv Steuern. Sie wollte sich demnächst an einen Steuerberater wenden. Viele Grüße
PatrWink schreibt:
2017-05-31 12:44:56
Deine Tipps sparen ja fast schon den Steuerberater. Vielen lieben Dank.
Nadine schreibt:
2017-07-28 09:14:00
Hallo zusammen, vielen Dank für den interessanten Beitrag. Da ich Student bin, interessiert mich dieses Thema sehr. Da ich mich aber mit dem Thema nicht auskenne, möchte ich den Rate eines Steuerberater heranziehen. LG Nadine
Yvonne Kuefer schreibt:
2017-08-15 10:45:31
Vielen Dank für die Tipps! Leider habe ich die letzten Jahre keine Steuerklärung verfasst, eine Freundin meinte nun aber, dass sich das bei ihr richtig gelohnt hat. Nächstes Jahr werde ich mich auch jeden Fall auch an meine Steuerklärung setzen und mir wahrscheinlich Hilfe von einem Profi dazuholen. Viele Grüße Yvonne

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