Bachelor

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Studienzeit Bachelor

Zunächst einmal: der Bachelor spart Zeit. So dauerte es „damals“ offfiziell acht oder neun, in der Realität, auch schon mal bis zu zwölf Semestern, bis Absolventen der Magister- und Diplom-Studiengänge ihre ersten Job-Bewerbungen schreiben konnten.

Im Gegensatz dazu sollen die „neuen“ Bachelor-Fächer die Studierenden vor allem auf die die Berufspraxis vorbereiten. Daher dauert ein Studium heute durchschnittlich sechs bis acht Semester. Die konkrete Regelstudienzeit bestimmt die Studienordnung bzw. die Fakultät.

International studieren

Dadurch sind Berufsanfänger mit einem Bachelor-Abschluss in der Tasche nicht nur durchschnittlich jünger als Diplomanden und Magister. Die Bologna-Reform fördert außerdem den internationalen Austausch von Studierenden. Das heißt, dir stehen nicht nur die rund 400 deutschen Unis und FHs zum Studieren offen, sondern darüber hinaus die Hochschlen in 46 weiteren Nationen. Darunter beliebte Länder wie Spanien und England, aber auch „Exoten“ wie Malta und Kasachstan.

Du befürchtest Nachteile durch deine Auslandszeit? Du sorgst dich, dass potenzielle Chefs nur Turbo-Studenten nehmen? Deine Sorgen sind unbegründet. Zum Einen gehören Auslands- und Praxissemester in zahlreichen Fächern zum regulären Studienablauf. Zum Anderen: Absolventen mit Auslandserfahrungen gelten als fachlich und persönlich reifer. Daher wissen auch auch immer mehr Arbeitgeber das Bachelor-Studium zu schätzen. Eine Zeit im Ausland ist also in jedem Fall ein Gewinn.

Bachelor: Ein Fach oder zwei Fächer?

Doch so konkrete berufliche Fragen sind für die viele Abiturienten ohnehin noch Zukunftsmusik. Zu den ersten Entscheidungen, die du treffen musst, ist: ein Fach oder zwei Fächer? Denn im Gegensatz zu den „alten“ Studiengängen konzentriert sich das Studium vor dem Bachelor-Examen in der Regel auf ein einziges Fach.

Doch ebenso wie zu Magister- und Diplom-Zeiten kannst du auch ein Hauptfach mit einem  Nebenfach studieren. Sogar die Variante „Hauptfach plus Hauptfach“ ist möglich. Dieser sogenannte „Zwei-Fach-Bachelor“ ist häufig freiwillig. Es sei denn, du willst als Lehrer an einem  Gymnasium, an einer Gesamtschule oder einem Berufskolleg arbeiten (zu Diplom-Zeiten auch bekannt als „Lehramt Sekundarstufe II“). In diesem Fall ist der Zwei-Fach-Bachelor Pflicht.

Module, ECTS & Co.

Im Studium sollen alle Inhalte möglichst gut ineinander greifen. Daher gliedert sich das Bachelor-Studium in sogenannte „Module“. Dabei handelt es sich um Lehr-Abschnitte, deren Veranstaltungen (Seminare, Vorlesungen, Übungen) sich fachlich aufeinander beziehen. 

Auch neu: Alle Leistungen, die du während des Studiums erbringst, fließen in deine Endnote ein. Dabei werden Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen ebenso berücksichtigt wie die Klausuren, Referate und Seminararbeiten selbst. Zusätzlich zu den (Schul-)Noten werden sogenannte „Credit-Points“ (Leistungspunkte) verteilt. Pro Semester sind so rund 30 Credit-Points möglich. Um Studienleistungen international vergleichbar machen zu können, regelt das „European Credit Transer System“ (ECTS), wieviele Credit Points du sammeln kannst. Dadurch wird es leichter, Studienleistungen anerkennen zu lassen, beispielsweise, wenn du eine Zeit im Ausland studieren möchtest.

Abschluss: Bachelor-Thesis

Das Ende des Studiums wird allerdings nach wie von einer Abschlussarbeit markiert: der Bachelor-Thesis. Dabei handelt es sich um ein circa 80-seitige Abhandlung über ein Thema aus der Studienzeit. Doch Inhalt, Form -und sogar die Anzahl der Wörter- legt im Grunde genommen jede Uni und FH selbst fest.

>> Tipps für die Bachelorarbeit

Bachelor-Titel

Neu an den Bologna-Abschlüssen ist außerdem, dass sich der Schwerpunkt des Studiums am Titel ablesen lässt. Der verbreitete „Bachelor of Arts“ ist dabei nur eine von mehreren Varianten. Er wird häufig in Geistes- und Sozialwissenschaften vergeben. Aber: Auch nach einem BWL-Studium kannst du als B.A. abschließen. Die Schwerpunkte (und damit die Bezeichnung der Abschlüsse) regelt wieder einmal jede Hochschule selbst. Weitere Bachelor-Möglichkeiten liest du hier:

Übersicht: Bachelor-Abschlüsse
AbschlussHäufig in diesen Fächern/Fächergruppen
Bachelor of Arts (B.A.) Sprach- und Kulturwissenschaften, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften
Bachelor of Engineering (B.Eng.) Ingenieurwissenschaften (auch: B.Sc.)
Bachelor of Science (B.Sc.) Mathematik, Naturwissenschaften
Bachelor of Music (B. Mus.) Musik
Bachelor of Fine Arts (B.F.A.) Kunst
Bachelor of Laws (LL.B.) Rechtswissenschaften, Wirtschaftsrecht
Bachelor of Education (B.Ed.) Pädagogik

 

Anmerkung: Im Rahmen der Bologna-Reform wurden auch viele Studiengänge umgestellt, die bisher ausschließlich nach Referendariaten und Staatsexamina beendet werden konnten. Das betrifft vor allem Pädagogik, Medizin und Jura. Im Gegensatz zu den übrigen Abschlüssen berechtigen der   Bachelor of Laws bzw. ein Bachelor of Education nicht zum vollen Einstieg ins Berufsleben. Hier gehört ein anschließender Masterstudiengang zu den Pflichten im Karriereplan.

Flexibler studieren

Grundsätzlich steht dir als Absolvent eines Bachelor-Studiengangs aber offen, ob du ins Berufsleben starten oder mit einem Masterstudiengang tiefer in die wissenschaftliche Materie einsteigen möchtest, um hinterher vielleicht sogar noch einen Promotions-Studiengang mit abschließender Doktor-Arbeit dranzuhängen.

Dabei ist es sogar möglich, zunächst einen Beruf zu erlernen und später wieder an die Uni zu wechseln. Auch nebenberuflich (z.B. per Fernstudium). Tatsächlich unterstützen viele Arbeitgeber die Master-Pläne ihrer Mitarbeiter. Schließlich profitieren beide Parteien von dem erweiterten Wissen.

Sonderfall: Bachelor an Berufsakademien

Einen Sonderfall unter den Abschlüsssen stellt der Bachelor an einer Berufsakademie dar. Dabei handelt es sich um das Examen im Rahmen eines dualen Studiums. Zahlreiche Unternehmen bieten eine praktische Ausbildung an, die durch ein Studium theoretisch unterfüttert wird. Da mittlerweile auch dort die “alten” Diplome den „neuen“ Abschlüssen weichen mussten, können sich auch diese Absolventen Bachelor nennen.

Allerdings handelt es sich nicht um einen staatlichen Abschluss (Ausnahmen bilden Studiengänge an Fachhochschulen sowie einigen Berufsakademien in Baden-Württemberg).

Daher ist es gut möglich, dass du nach einem dualen Studiengang nicht zu einem weiterführenden Masterprogramm zugelassen wirst. Da allerdings jede Hochschule die Aufnahmekriterien für Bewerber selbst festlegen kann, solltest du dich so früh wie möglich bei möglichen weiterführenden Unis darüber informieren.

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