Selbstständigkeit während des Studiums

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Was mache ich eigentlich nach dem Studium? Mit vielen Studiengängen bist du fachlich so breit aufgestellt, dass es nicht den einen möglichen Beruf gibt. Stattdessen bist du mit deinem Abschluss flexibel, die Welt steht dir offen. Immer mehr Studenten nutzen daher die Gunst der Stunde und gehen bereits während des Studiums ihre ersten beruflichen Schritte – sie machen sich selbstständig. Größtmögliche Unabhängigkeit, sein eigener Chef sein und seine Leidenschaft zum Beruf machen. Das klingt gut! Wie du die Herausforderungen auf dem Weg dorthin meisterst, zeigen wir dir hier:

Was sind die Vorteile einer Gründung während des Studiums?

Zusätzlicher Zeitdruck, Arbeitsaufwand, Auseinandersetzungen im Team und Schwierigkeiten in Bezug auf die Finanzierung – der Weg in die Selbstständigkeit darf nicht unterschätzt werden. Wer erfolgreich sein möchte, muss Zeit investieren. Eine Gründung ist ein Fulltime-Job und das zusätzlich zum Studium. Trotzdem bringt der Zeitpunkt einige Vorteile mit sich:

  • Das in Vorlesungen und Seminaren vermittelte Wissen kann direkt im eigenen Unternehmen umgesetzt werden.
  • Du kannst dich selbst sowie deine Ideen ausprobieren und Erfahrung sammeln.
  • Als Studierender bist du ungebunden, weil du meist noch keine Familie hast. In der Regel musst du dann auch noch keinen allzu hohen Lebensstandard finanzieren.

Team gründen

Nicht selten kommt es zu Konflikten innerhalb eines Teams, die meist mit dafür verantwortlich sind, dass eine Gründung scheitert. Damit das nicht passiert, ist es wichtig, dass sich alle Mitglieder in Bezug auf wesentliche Entscheidungen einig sind und eine gemeinsame Vision haben. Meinungsverschiedenheiten sind grundsätzlich nicht zu vermeiden. Dann ist eine effektive Kommunikation Voraussetzung.

Tipp: Geht bei Unstimmigkeiten aufeinander zu, versucht diese schnellstmöglich aus der Welt zu schaffen und einen gemeinsamen Weg zu finden. Hilfreich kann hier das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg sein.

Wichtig ist, dass du um dich herum ein Team zusammenstellst, das aus unterschiedlichen Fachbereichen kommt. So könnt ihr euch mit eurem Know-how gegenseitig unterstützen, blickt über euer eigenes Studienfach hinaus und erweitert den Horizont. Das schafft Raum für innovative Ideen. Dafür kannst du Kommilitonen ansprechen oder dich beispielsweise auf speziellen Plattformen wie LinkedIn umsehen.

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Externe Unterstützungsquellen aufsuchen

Wenn du dich mit einem Unternehmen selbstständig machen möchtest, kommen einige Kosten auf dich zu. Dazu gehören beispielsweise:

  • Kosten für Gewerbeanmeldung, Gebühren für Patente
  • Materialkosten zur Herstellung deines Produkts
  • Kosten für das Marketing (Website, Visitenkarten, Flyer etc.)
  • Kosten für Büroeinrichtung, PC, Telefon etc.

Finanzielle Unterstützung erhältst du zum Beispiel mit dem Exist-Gründerstipendium oder dem Berlin-Startup-Stipendium.

Daneben bieten Hochschulen oft Seminare an, bei denen es darum geht, ein Basiswissen zur Existenzgründung aufzubauen. Erfahrene Unternehmer stellen hier gerne ihr Wissen zur Verfügung und beraten Startups in der Gründungsphase.

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Unternehmensorganisation

Es ist so weit: Dein Unternehmen ist formal gegründet, die ersten Produkte sind produziert, Kunden sind akquiriert und der Verkauf kann starten. Wichtig ist, dass du in der ganzen Anfangseuphorie die Erledigung notwendiger administrativer Aufgaben nicht vergisst. In Deutschland ist jeder Betrieb zur ordnungsgemäßen Buchführung verpflichtet. Gerade Startups stehen in diesem Zusammenhang oft vor der großen Herausforderung, wie sie das selbstständig bewältigen sollen. Denn oft fehlt es zunächst an dem notwendigen Wissen auf diesem Gebiet. Natürlich kannst du die Buchhaltung an einen Steuerberater oder einen externen Buchhalter abgeben, aber das kostet. Spezielle Software-Lösungen bieten selbst Einsteigern die Möglichkeit, die Buchhaltung selbstständig, effizient und unkompliziert zu erledigen. Die Programme verfügen über vorgefertigte Masken, in welche du relevante Zahlen und Daten einfach nur eintragen musst. Die Software leitet dich durch alle notwendigen Schritte für eine rechtskonforme Finanzbuchhaltung. Automatische Updates sorgen dafür, dass alle gesetzlichen Vorgaben stets eingehalten werden. Sie bieten dir beispielsweise folgende Funktionen:

  • Schreiben von Angeboten und Rechnungen
  • Online-Banking
  • Erstellen einer Gewinn- und Verlustrechnung, der Einnahmen-Überschuss-Rechnung sowie des Jahresabschlusses
  • Kassenbuchfunktion

Die Programme sind auch als Cloud-Lösung erhältlich. Damit kannst du wichtige buchhalterische Aufgaben von jedem beliebigen Ort aus erledigen. Beispielsweise im Zug auf dem Weg zur Uni oder wenn du zwischen zwei Vorlesungen kurz Zeit hast. So kannst du deine Zeit effektiv nutzen und bringst Studium und Gründung bestmöglich unter einen Hut.