Die Top 8 der Berufe in denen du am meisten verdienst


Der Traumberuf steht bei vielen jungen Menschen schon früh fest. Bei anderen wiederum ist es eher eine Frage des Geldes. Eine möglichst vielversprechende Karriere soll es werden, die sowohl ein ordentliches Einstiegsgehalt als auch gute Aufstiegschancen bietet.
Wenn es darum geht, das Studium auf einen lukrativen und hoch angesehenen Job auszurichten, fallen immer wieder die gleichen Stichworte: Medizin, Informatik, Architektur, BWL, Maschinenbau und Jura.

Doch was sind tatsächlich die Berufe, in denen du das meiste verdienen kannst – und wie hoch fallen realistische Jahresgehälter im Bundesdurchschnitt aus?


Sonderfall außer Konkurrenz: Das Managergehalt

In großen Konzernen geht es immer darum, den Gewinn zu maximieren und Wachstum voranzutreiben. Bei so großen und komplexen Betrieben auf einem hart umkämpften Markt ist das natürlich eine Mammutaufgabe, bei der jeder Fehler fatal sein kann. Es stehen riesige Geldmengen auf dem Spiel, weshalb den Entscheidungsträgern eine große Verantwortung auf den Schultern lastet.

Deshalb sind Managerposten in marktführenden Unternehmen besonders lukrativ. Gehälter jenseits der Six-Figures-Grenze sind keine Seltenheit und schießen zusammen mit Jahresboni, Aktienoptionen und Zusatzleistungen häufig in ungeahnte Höhen.
Berufsbezeichnungen wie CEO, CFO, COO, Business Development Manager, Direktoren oder Treasurer sind daher häufig das große Ziel für junge Karrieremenschen – doch nur sehr wenige schaffen es tatsächlich dorthin.

Das hat zwei Gründe: Zum einen ist Manager nicht gleich Manager. Der CEO eines jüngst gegründeten Startups verdient zwar auch deutlich mehr als seine Angestellten, doch mit den Zahlen großer Konzerne und international agierender Wirtschaftsriesen ist das noch lange nicht vergleichbar.

Zum anderen gibt es keinen direkten Weg, der zu diesen Positionen führt. Mit einem Master of Business Administration und dem richtigen Maß an Ehrgeiz und Motivation kann man zwar gute Grundlagen schaffen, doch nur durch langjährige Erfahrung und wiederholte Eignungsbeweise innerhalb eines Unternehmens kommt man in die Nähe so hoher Führungspositionen.
Da es keinen klar abgrenzbaren Weg in diese Managerpositionen gibt, haben wir bei dieser Liste auf diese Berufe verzichtet, nicht zuletzt, da sie diese ansonsten konkurrenzlos dominieren würden. Natürlich gibt es auch große Gehaltsunterschiede zwischen Unternehmen oder Regionen – ob deine Stelle im Vergleich gut abschneidet, kannst du hier überprüfen und so einschätzen, ob ein Jobangebot fair ist. Führungspositionen außen vorgelassen, das sind die lukrativsten Berufe für dich – alle Angaben natürlich in Brutto.

1. Oberarzt

Nach einem langen Studium und einigen Jahren Berufserfahrung und mit der richtigen Eignung für organisatorische Tätigkeiten winkt für Mediziner die Beförderung zum Oberarzt. Dort können Ärzte je nach Krankenhaus und Fachbereich mit einem Gehalt von um die 110.000 Euro jährlich rechnen, mit etwas Luft nach oben. Private Krankenhäuser zahlen auch etwas besser als kommunale Kliniken. Als Chefarzt oder niedergelassener Arzt mit eigener Praxis winken sogar noch deutlich höhere Gehälter, die die 300.000 Euro-Marke übersteigen können.

2. Fluglotse

Man denkt bei hoch angesehenen Berufen als erstes möglicherweise an den Piloten – was nicht ganz falsch liegt, denn ein Kapitän bei einer renommierten Fluggesellschaft kann ebenfalls gut verdienen. Doch der wirklich lukrative Posten in der Luftfahrt befindet sich im Tower. Fluglotsen verdienen durchschnittlich etwa 100.000 Euro im Jahr auf größeren Flughäfen, mit vielen Jahren Erfahrung kann diese Zahl auch deutlich überschritten werden. Doch Achtung: Es gelten sehr strenge Eintrittsvoraussetzungen.


3. Produktmanager

Jedes produzierende oder vermarktende Gewerbe benötigt jemanden, der dank fachlichen Kenntnissen die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg verfolgen und betreuen kann. Daher bekommen besonders Produktmanager in einer spezialisierten Branche, die beispielsweise naturwissenschaftlichen Hintergrund hat, äußerst gute Gehälter angeboten. Um die 75.000 Euro jährlich sind keine Seltenheit.

4. Key Account Manager

Kundenorientierte Unternehmen beziehen nicht selten – ganz klassisch dem Pareto-Prinzip folgend – einen großen Anteil ihrer Umsätze aus einer kleinen, aber treuen und kaufkräftigen Stammklientel. Diese Schlüsselkunden sind äußerst wichtig für den Fortbestand der Unternehmen und müssen daher gesondert betreut werden. Kundenorientierungsmaßnahmen, die genau auf diese Großkunden abzielen, sind Aufgabe der Key Account Manager. Sie sind also im Grunde im Verkauf tätig, jedoch besonders qualifiziert und dadurch für diese wichtige Aufgabe geeignet. Das wird auch entsprechend entlohnt – etwa 70.000 Euro jährlich, exklusive möglicher Boni, sind drin.


5. Wirtschaftsprüfer

Wirtschaftsprüfer haben ein fundiertes betriebswirtschaftliches Wissen und ausgeprägte Kenntnisse bezüglich Finanzgeschäften. Damit überprüfen sie Buchhaltung und Jahresabschlüsse von Unternehmen, um die Entwicklung der Wirtschaftlichkeit zu quantifizieren. Zumeist arbeiten sie für unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaften – bei den renommiertesten Häusern sind Jahresgehälter von etwa 70.000 Euro keine Seltenheit.


6. Ingenieur

Dem Ingenieur ist nichts zur schwer. Nach einem harten Studium mit mathematischen und naturwissenschaftlichen Themen winken gute Karrierechancen und ein hohes Einstiegsgehalt, das nach ein paar Jahren durchschnittlich 65.000 Euro betragen kann. Je nach Branche kann dieses sogar höher ausfallen – die besten Gehaltsaussichten haben Ingenieure in der Chemie- und Fahrzeugindustrie.


7. Juristen

Richter und Rechtsanwälte gehören eindeutig zu den Besserverdienern dazu – kein Wunder, beachtet man einmal den Umfang eines Jurastudiums. Mit ungefähr 60.000 Euro jährlich können sie rechnen, nachdem sie etwas Berufserfahrung gesammelt oder die fünf Jahre „Richter auf Probe“ absolviert haben. Als Mitarbeiter in renommierten Kanzleien mit prestigeträchtigen Kunden oder direkt in Unternehmen der freien Wirtschaft angestellt gibt es sogar noch viel Luft nach oben.


8. Consultant

In der heutigen Wirtschaft sind Consultingfirmen eindeutig auf dem Siegertreppchen. Ein erfolgreiches Unternehmen zu führen ist, besonders bei dieser komplizierten Zeit, äußerst schwierig. Daher werden anerkannte Unternehmensberater im Durchschnitt mit 60.000 Euro jährlich entlohnt. Ein wirtschaftswissenschaftliches Grundstudium und ein Master in Consulting sind daher ein guter Weg in diese gut bezahlte Branche.