Die schlimmsten Fettnäpfchen im Beruf und wie du diese vermeidest

Wer eine große Karriere plant, sollte sich richtig zu verhalten wissen. Ein respektvoller Umgang mit Mitarbeitern und Kollegen, der richtige Umgang im Schriftverkehr, Freundlichkeit gegenüber dem Vorgesetzten und ein tadelloses Verhalten gegenüber Kunden sind das Minimum, um nicht negativ aufzufallen – und so möglicherweise von der Karriereleiter zu fallen.

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Doch auch ohne ambitionierte Karrierewünsche machst du es dir im Arbeitsalltag leichter, wenn du nicht ständig jemandem auf die Füße trittst und deine Kollegen dich als angenehmen Zeitgenossen zu schätzen wissen. Dabei ist sicherlich auch ein gesundes Selbstbewusstsein hilfreich. Der Berufsalltag bietet zahlreiche Stolpersteine und Fettnäpfchen. Wenn du diese kennst, sind sie leichter elegant zu umgehen.

Die peinlichsten Situationen im Beruf

Fast Jedem ist schon mal etwas Unangenehmes im Beruf passiert. Nimm es mit Humor – das entwaffnet die Spötter schnell und zeugt von deiner Stärke. Wem in unangenehmen Situationen ein gewisses Maß an Schlagfertigkeit abgeht, kann diese auch trainieren. Mit etwas Contenance und der richtigen Strategie lassen sich die allermeisten Situationen gut überstehen.

So kann es vorkommen, dass du beim Flurfunk genau an die Person herantrittst, um die es eigentlich geht: „Ich habe gehört, ein Mitarbeiter aus der anderen Abteilung hat sich auf der Weihnachtsfeier völlig daneben benommen, dass er zum Chef gerufen wurde… Ach, du warst das?“ Das ist fast das Gleiche wie der Kollege mit dem schauspielerischen Talent, der lustige Situationen gerne nachäfft. Dumm nur, wenn gerade der Chef hereinplatzt, um den es gerade geht und alle darüber lachen. Übrigens sind auch Kollegen, die in Anwesenheit des Chefs über die Drogeneskapaden und vorgetäuschten Krankheiten der Kollegen berichten, nicht sonderlich beliebt.

Peinlich ist es auch, den Namen eines Kollegen auch nach geraumer Zeit nicht parat zu haben – erst recht, wenn dieser dich bereits seit dem zweiten Arbeitstag namentlich begrüßt. Spätestens, wenn du den Kollegen einer dritten Person vorstellen sollst, wird es wirklich unangenehm.


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Manche Angestellte sind prädestiniert für einen Spitznamen. Doch leider kursiert dieser manchmal ausschließlich unter den Kollegen, der Betroffene weiß gar nichts von seinem Glück – bis zu dem Zeitpunkt, an dem du an ihn herantreten und ihn mit „Schnecke“, „Dumbo“ oder „Diktator“ begrüßt.

Besonders brisant ist auch die Funktion „Allen antworten“ in E-Mails. Wer das tut, sollte sich sehr genau anschauen, wer die E-Mail alles erhält. Schnell ist ein falscher Adressat dabei. Stellst du doch mal fest, dass dir ein solcher Fehler unterlaufen ist, entschuldige dich umgehend dafür – nicht erst drei Tage später. Dann haben die meisten dein Missgeschick längst wieder vergessen, und du kochst es noch einmal auf.

Der Klassiker sind jedoch die Reste des Mittagessens: Bartträger sind prädestiniert für Suppenreste, auch Hemd und Krawatte tragen die Überreste aus der Kantine schnell unbemerkt weiter. Noch peinlicher ist aber das Stückchen Spinat zwischen den Zähnen, das du zuhause bemerkst, nachdem du bereits in einem Meeting gesessen hast und dich zum Kaffee mit dem Vorgesetzten getroffen hast. Ein kleiner, prophylaktischer Umweg über den Waschraum kann in einem solchen Fall nicht schaden.

Vorsicht im Bewerbungsgespräch

Keine Frage – in jedem Vorstellungsgespräch kann es Situationen geben, in denen du keine Antwort parat hast oder es zu einem gedanklichen Blackout kommt. Gerade bei fehlender Erfahrung ist die Nervosität groß. Fast jeder Personalchef hat Verständnis für solche Kleinigkeiten. Jedoch gibt es auch zahlreiche Situationen, die einen negativen Eindruck hinterlassen, die du jedoch selbst in der Hand hast:

  • Pünktlichkeit: Komme am besten nicht viel zu früh, aber keinesfalls zu spät. Es wirkt unprofessionell, wenn du in letzter Sekunde hechelnd in das Unternehmen stürmst.
  • Schalte unbedingt dein Mobiltelefon aus.
  • Verwende in der Bewerbung ein Foto, das aktuell ist. Erkennt der Personalchef dich auf den ersten Blick nicht, weil Bart, Brille oder Frisur inzwischen komplett anders sind, wirkt das meist eher zu deinem Nachteil.
  • Achte auf ein passendes Business-Outfit, besser etwas overdressed als zu leger.
  • Spreche deutlich. Stelle dich mit vollem Namen vor und achte auf einen angenehmen Handschlag. Der „tote Fisch“ ist ebenso wenig beliebt wie Menschen, die einem gefühlt die Hand brechen.
  • Warte auf eine Aufforderung, sich zu setzen.
  • Es schadet nicht, sich die wichtigsten Details zu notieren. Frage nach, ob du dir Stichpunkte machen darfst. Verzichte jedoch darauf, zu viel mitzuschreiben – du möchtest schließlich nicht vergesslich wirken.
  • Einheit verbaler und nonverbaler Kommunikation: Nimm eine angenehme Körperposition ein. Halte Blickkontakt zu den Anwesenden (ohne jedoch dein Gegenüber starr zu fixieren) und antworte auf Fragen stets freundlich. Bleibe authentisch und offen.


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  • Bereite dich vor. Übe gegebenenfalls das Nacherzählen deines Lebenslaufes ein: spannend, charmant, ohne dich allzu sehr in Details zu verlieren.
  • Einer der größten Fehler ist es, auf die Frage, ob du noch Fragen hast, mit einem „Nein“ zu antworten. Zeige Interesse am Unternehmen und der Position. Es ist kein Problem, sich Fragen vorher zu notieren, das beweist deine Vorbereitung.
  • Nimm Kaffee oder Wasser, das dir angeboten wird, aus Höflichkeit an. Alkohol hingegen ist grundsätzlich abzulehnen.
  • Trotz Nervosität: Wage dich aus dem Schneckenhaus und beweise, dass du Interesse am Unternehmen hast. Beantworte Fragen nicht mit „ja“ oder „nein“ – die Personaler wollen schließlich etwas über dich erfahren.
  • Auf unerlaubte Fragen solltest du gefasst reagieren. Sprich keineswegs dein Gegenüber auf die unerlaubte Frage an, sondern flüchte dich stattdessen lieber in eine Notlüge.

Ein Bewerbungsgespräch ist immer auch ein gegenseitiges Kennenlernen. Nicht nur du musst dem Personalchef gefallen – schließlich sollst du dich später auch wohlfühlen. Nutze das Gespräch dafür.

No-Go’s im Berufsalltag

Die eigene Körperhygiene

Du kannst dich noch so ausgezeichnet verhalten – wenn deine Kollegen dich nicht riechen können, bist du ziemlich einsam im Büroalltag. Gerüche gelangen schließlich ungefiltert in das Unterbewusste. Schweißgeruch ist ebenso unangenehm wie eine Knoblauchfahne, umgekehrt kann auch eine Parfumwolke penetrant auf die Kollegen wirken. Dusche, Zähneputzen und der Griff zur frisch gewaschenen Kleidung sollten jedoch unbedingt sein. Während des Arbeitsalltags hilft auch ein Kaugummi, um den Atem zwischendurch aufzufrischen.

Benimm-Regeln beachten

Wer hoch hinaus möchte, sollte sich zu benehmen wissen. Das gilt sowohl für das Büro, als auch für den Umgang mit Kunden im direkten Kontakt oder auch per E-Mail und am Telefon. Für fast alles hat der Business-Knigge inzwischen Benimm-Regeln formuliert, die Tipps für den beruflichen Alltag bieten.

Kritik üben – Machtkämpfe

Negatives Feedback und Kritik sind in jedem Büro sensible Themen und sorgen mitunter sogar für erheblichen Sprengstoff. So sind beispielsweise öffentliches Bloßstellen und Kritisieren von Kollegen – oder noch schlimmer: den Chef – grundsätzlich zu vermeiden. Niemand möchte vor versammelter Mannschaft an den Pranger gestellt werden, d. h. jeder wird dir den Gesichtsverlust übelnehmen. Ganz gleich, ob du im Recht bist oder durch eine beeindruckende Rhetorik überzeugst. Vertage solche Themen auf ein Vier-Augen-Gespräch und versuche, Kritik möglichst konstruktiv zu formulieren.


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Übrigens ist Kritik auch zunächst der Weg, den du einschlagen solltest, bevor du dich unzufrieden über die Arbeitsbedingungen beschwerst und mit der Kündigung drohst. Der Arbeitgeber sollte zumindest die Möglichkeit haben, etwas zu verändern. Ist es dafür zu spät und du hast die Kündigung bereits eingereicht, dann bleibe auch dabei. Selbst wenn der Arbeitgeber dich durch eine Gehaltserhöhung dazu bewegen kann zu bleiben: Er wird die Kündigung nicht vergessen. Möglicherweise steht der Nachfolger schon bald in den Startlöchern und dann bist du es, dem gekündigt wird.

Das Minimalprinzip

Häufig führt das (vermeintliche) Wissen darüber, dass der Arbeitsplatz sicher ist, zu einem mehr oder wenigen großen Maß an Bequemlichkeit. Mehrarbeit scheint nicht notwendig, der Ersatz für den kurzfristig erkrankten Kollegen ist nicht Ihr Problem und die Weiterbildung fällt ungünstig auf ein Wochenende. Wer sich mit wenig Engagement durch den Berufsalltag schlängelt, wird im Beruf nicht weiterkommen.


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Dabei geht es nicht darum, nicht auch mal „nein“ sagen zu können und zur allgemeinen Abladestelle für unerledigte Aufgaben zu werden. Für Notfälle solltest du dir jedoch Zeit nehmen. Auch die eine oder andere Weiterbildung ist notwendig, um stets auf dem aktuellen fachlichen Stand zu sein. Schließlich sind berufliche Umbrüche in der heutigen Zeit zum Normalzustand geworden – sorge dafür vor. Oder noch besser: Nimm deine Zukunft selbst in die Hand. Setze dir Ziele.

Soziale Unverträglichkeit

Mitarbeiter, die nicht sprechen und so gar nichts von sich preisgeben, gelten schnell als sonderbar, wobei dies in vielen Fällen eines der vielen Klischees über sie ist. Wer dennoch nur wenig Zugang zu den Kollegen hat verpasst möglicherweise wichtige Details, die auch für den Büroalltag zentral sind. Ein bisschen Small Talk in der Kantine oder der Teeküche, eine kurze Stippvisite auf Betriebsfeiern und vielleicht auch mal das gemeinsame Feierabendbier haben noch keinem geschadet. Dabei musst du nicht der Letzte sein, der nach Hause geht – umgekehrt sind auch die Partymäuse schnell stigmatisiert. Ein Mindestmaß an Kommunikationsfreude steigert jedoch nicht nur die Stimmung im Team, sondern fördert auch die Zusammenarbeit.

Umgekehrt sind auch Plaudertaschen nicht sehr gefragt. Sie sind zwar definitiv besser vernetzt als die Mitarbeiter, die sich gar nicht sozial integrieren, doch kann die Geschwätzigkeit auch gewaltig nach hinten losgehen, wenn beispielsweise die Affäre der Mitarbeiterin mit dem Chef, von der du im Vertrauen erfahren hast, plötzlich zum Thema des Jahres wird und überall im Unternehmen kursiert. Denke bei heiklen Themen unbedingt vor dem Sprechen nach – und beiße dir lieber die Zunge ab, als später den Ruf als Plaudertasche zu haben. Toppen lässt sich dies im Übrigen durch den Verrat vertraulicher Details per E-Mail: Hier bist du direkt eindeutig als Absender identifizierbar – besonders ungünstig, wenn die Mail im Unternehmen kursiert und in die falschen Hände gerät.

Fehlende Loyalität

Ein Projekt läuft nicht so, wie es sollte. Der Geschäftsführer des Unternehmens tritt an Sie heran und möchte mehr über die Gründe erfahren. Jetzt könntest du natürlich all deinen Unmut über die fehlende Zusammenarbeit im Team und die mangelhaften Führungskompetenzen des Projektleiters äußern und ihn damit so richtig in die Pfanne hauen. Verzichte besser darauf. Bleibe deinem Vorgesetzten und dem Team gegenüber loyal. Gibt es Probleme, benenne diese sachlich – vielleicht sogar mit konkreten Lösungsvorschlägen.

Ja-Sager und Besserwisser

Es mag dem einen oder anderen Chef schmeicheln, wenn du all seine Ideen freudig abnickst und immer seiner Meinung bist. Doch: Mitarbeiter, die zu jeder Äußerung „Ja und Amen“ sagen, bringen keinen Fortschritt. Umgekehrt ist es auch nicht förderlich für die Karriere, die Ideen des Vorgesetzten barsch als nicht durchsetzbar herunterzureden und die eigenen Ideen einzuwerfen. Verpacke Eigeninitiative diplomatisch und unterbreite deine Ideen eventuell zunächst unter vier Augen.

Ziemlich unbeliebt sind die ewigen Besserwisser. Gerade Berufseinsteiger, die frisch von der Hochschule kommen, sollten sich mit Äußerungen wie „das habe ich so gelernt“ zurückhalten. Möglicherweise ist das Wissen in der Theorie gut und hilfreich, es erweist sich in der Praxis jedoch als nicht praktikabel.                                                               

Modische Fettnäpfchen im Berufsalltag

Vor allem in sehr formellen Bereichen (z.B. Finanzdienstleistungen) sind bei Männern kurze Ärmel und zu kurze Socken, die den Blick auf behaarte Beine freigeben, definitiv tabu. Auch gehört es sich nicht, den obersten Hemdknopf zu lockern und die Krawatte gleich mit. Wenn schon leger, dann ohne Krawatte. Im Übrigen ist auch ein Button-down-Kragen zu einer Krawatte eine wahre Modesünde.

Der richtige Dresscode für das Business ist dabei recht simpel: ein dunkelblauer oder grauer Anzug, schwarze Schuhe, eine dezente Krawatte und ein weißes oder helles, pastellfarbenes Hemd. Schwarze Anzüge sind bestenfalls den Herren der Chefetage vorbehalten, haben im beruflichen Alltag aber eher nichts verloren.

Anders bei Frauen: Diese dürfen durchaus schwarz tragen, auch violett oder helle Brauntöne sind hier okay.

In zahlreichen Branchen hat sich inzwischen auch ein Business-Casual-Dresscode durchgesetzt: Blazer zu einer Chino- oder Cordhose, Krawatten sind kein Muss. Es gilt wohl auch immer mehr als akzeptiert, gegen die Kleidungskonventionen zu verstoßen. Das sollte man jedoch eher als Chef, denn als einfacher Mitarbeiter tun.

Regeln für Geschäftstermine

Beim Aufeinandertreffen mit Kollegen, dem Vorgesetzten oder bei einem Geschäftstermin gibt es zahlreiche Stolperfallen, durch die du unangenehm auffallen könntest. Diese gilt es zu vermeiden:

  • Halte eine Distanzzone zu deinem Gegenüber von etwa einem halbem Meter ein. Alles, was näher an deinen Gesprächspartner herankommt, kann unangenehm, übergriffig – distanzlos eben – wirken. Dazu gehören auch Berührungen am Arm.
  • Bleibe auch in Stresssituationen höflich. Lasse Wut an anderer Stelle heraus, wenn deine Kollegen es nicht mitbekommen. Auch wenn es schwerfällt: Höre dir den Standpunkt deines Gesprächspartners möglichst gelassen an und kontere sachlich. Das zeugt von Souveränität.
  • Bei der Begrüßung wird zuerst der Ranghöchste begrüßt, danach gilt die Regel: älter vor jünger, Damen vor Herren. Altmodische Gepflogenheiten wie ein Handkuss können, auch wenn sie ironisch gebrochen werden, affektiert wirken. Das gilt übrigens auch für die Reihenfolge von E-Mail-Verteilern. Handelt es sich um eine Gruppe von mehr als zehn Leuten beginne beim Ranghöchsten und gehe dann im Uhrzeigersinn vor.


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  • Bekommst du eine Visitenkarte überreicht, lese diese zunächst, bevor sie in der Tasche verschwindet. Ein schnelles Beiseiteschaffen wirkt respektlos. Nutze stattdessen die Gelegenheit, sich Namen, Position und gegebenenfalls den Titel Ihres Gegenübers einzuprägen. Sprich dein Gegenüber spätestens ab diesem Moment mit dem akademischen Titel an – es sei denn, es verzichtet ausdrücklich darauf.
  • Sitzt du in einem Geschäftstermin, beschränke Anrufe auf das absolute Minimum. Permanentes Telefonklingeln unterbricht den Gesprächsfluss und vermittelt deinen Gesprächspartnern, dass sie weniger wichtig als ein Anruf seien.
  • Duze dein Gegenüber nicht vorschnell. Zwar verbreitet sich eine Unternehmenskultur, in der das Du über alle Hierarchiestufen und Abteilungen verbreitet ist immer mehr, doch gehe nicht automatisch davon aus. Beginne im Zweifel immer mit dem „Sie“.
  • Sei in Meetings stets pünktlich. Es ist unhöflich, Kollegen warten zu lassen. Auch wirkt es unprofessionell, verschwitzt und schlecht vorbereitet in einen Termin zu platzen.
  • Bleibe beim Small Talk bei positiven Themen. Es geht dabei nicht darum, die kritische Lage der Welt zu diskutieren und religiöse Positionen auszutauschen, sondern lediglich um ein unverfängliches Kennenlernen, möglicherweise darum, Gemeinsamkeiten zu entdecken und so eine geschäftliche Basis zu schaffen. Spare dir politische Diskussionen & Co. für den Freundeskreis nach Feierabend.
  • Hast du wirklich einen Fehler gemacht, ist eine Entschuldigung unvermeidbar. Biete dort, wo es möglich ist, eine Wiedergutmachung an. Das zeugt von gutem Willen.
  • Seie stets freundlich. Das gilt nicht nur für den Chef, sondern auch Ihre Kollegen. Triff dabei den richtigen Ton. Jugendsprache und ein Straßenjargon sind dabei unangebracht.

Dos and Don’ts in E-Mails

Eine E-Mail ist schnell geschrieben – und landet fast ebenso schnell beim Empfänger. Die Unmittelbarkeit der Kommunikation verleitet schnell dazu, weniger förmlich zu sein und nur unzureichend auf Rechtschreibung und Grammatik zu achten. Dank der Smartphones sind auch E-Mails immer weiterverbreitet, die komplett auf Groß- und Kleinschreibung verzichten.

Beim Erstellen von Verteilern achte auf die Reihenfolge der Namen, sofern diese nicht anonymisiert in BCC gesetzt sind. Wie auch bei einer persönlichen Begrüßung gilt: Begrüße die ranghöchste Person zuerst, anschließend ältere vor jüngeren, Damen vor Herren.

Sei extrem vorsichtig mit der Funktion „allen antworten“. Schnell landen Informationen dort, wo sie gar nicht hingehören. Ist das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen, wirken schnell auch hinterhergeschickte Entschuldigungen lächerlich. Sinnvoller ist es, das persönliche Gespräch zu suchen.

Anrede und Abschluss gehören zu jeder geschäftlichen E-Mail dazu. Auch solltest du Höflichkeitsfloskeln beachten und dich beispielsweise für erhaltene E-Mails bedanken. Bei der alltäglichen Kommunikation per Email sind Textbausteine und Vorlagen heute weit verbreitet. Wenn es allerdings um eine wichtige Angelegenheit geht, sollte es etwas formeller werden. Ein sachlicher und knapp gehaltener Stil ohne Rückgriff auf abgedroschene Standardfloskeln ist hier das Mittel der Wahl. Dies spart dem Gegenüber nicht nur wertvolle Zeit, sondern beugt auch Missverständnissen vor. Wie beim Verfassen eines längeren Textes ist es auch in der Mail sinnvoll, die wichtigsten und allgemeinen Informationen an den Anfang zu setzen und später erst ins Detail zu gehen.

Was hingegen absolut gar nichts in geschäftlichen E-Mails verloren hat, sind Smileys. Sicher gibt es einige Ausnahmen, in denen die Kontakte so locker sind, dass sie akzeptabel sind, in offiziellen Mails solltest du jedoch unbedingt darauf verzichten, zumal Emoticons häufig zu Missverständnissen führen, wenn sie falsch interpretiert werden.

Planst du, dich online über eine E-Mail zu bewerben, ist ebenfalls besondere Vorsicht geboten. Schnell werden Texte achtlos per Copy + Paste übertragen – das Anschreiben ist austauschbar und unpersönlich. Noch schlimmer, wenn im angehängten PDF der falsche Adressat genannt wird. Auch hier ist unbedingt auf eine fehlerfreie Rechtschreibung und Grammatik zu achten. Vermeide es, die Bewerbungsunterlagen komplett als PDF zu schicken. Mindestens einen Verweis auf den Anhang und ein kurzes Anschreiben sollte auch als Text in der E-Mail erscheinen, damit der Personaler weiß, worum es geht.

Fazit

Fettnäpfchen gibt es im beruflichen Alltag wirklich überall. Wer jedoch diese Regeln beherzigt, der ist gegen die weitaus meisten davon schon gewappnet – und das wirkt sich garantiert auch positiv auf die eigene Karriere aus.

 

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