Bewerbungs No-Gos

Was man heute nicht mehr in die Bewerbung schreibt

Bewerbungs No-GosWenn du in der Vergangenheit bereits eine Bewerbung geschrieben hast, weißt du vielleicht, wie schwer es sein kann, die richtige Formulierung zu finden. Besonders die Einleitung, beziehungsweise der berühmte erste Satz fällt manchen Bewerbern so schwer, dass sie sich stundenlang den Kopf zerbrechen. Doch als wäre das nicht schlimm genug, unterliegen Bewerbungsschreiben auch noch gewissen „Trends“. Sie sorgen dafür, dass manche, in die Jahre gekommene Formulierungen zu echten No Go’s werden.

Themen dieser Seite:

„Betreff: …“

Es beginnt schon in der Betreffzeile – die ohnehin gern vergessen wird. Während es früher noch üblich war, den Zusatz „Betreff:“ vor den Betreff zu setzen, ist dies heute nicht mehr zeitgemäß. Kein Wunder, schließlich weiß jeder Personaler auch ohne den entsprechenden Hinweis, dass es sich um den Betreff der Bewerbung handelt.

>> So formulierst du den perfekten Bewerbungsbetreff

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„Sehr geehrte Damen und Herren, …“

Das nächste Fettnäpfchen wartet bereits in der nächsten Zeile des Anschreibens. Wenn du dieses mit dem klassischen „Sehr geehrte Damen und Herren,…“ beginnst, riskierst du, direkt abgelehnt zu werden.

Der Grund: „Damen und Herren“ impliziert, dass du dir nicht einmal die Mühe machst, den richtigen Ansprechpartner für deine Bewerbung herauszusuchen. Du kannst dir sicher denken, welches Licht das auf deine gesamte Bewerbung wirft. Daher musst du dich immer aktiv auf die Suche nach dem Ansprechpartner für das Stellenangebot, für das du dich interessierst, machen. Die gewünschte Info bekommst du unter anderem über folgende Wege:

  • Schau dir die Stellenausschreibung genau an, oft findest du hier den Ansprechpartner
  • Recherchiere auf der Homepage des Unternehmens
  • Recherchiere in Business-Netzwerken wie Xing oder LinkedIn
  • Rufe im Unternehmen an und erkundige dich, das erweckt gleich den Eindruck von Interesse und Initiative

Tipp: Der Geschäftsführer ist nicht automatisch die Ansprechperson, die du suchst. In kleinen Unternehmen übernimmt er jedoch häufig auch die Aufgaben des Personalers.

Nur wenn du die benötigte Kontaktperson überhaupt nicht ausfindig machen kannst, ist die Formulierung „Sehr geehrte Damen und Herren, …“ legitim.

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„Hiermit bewerbe ich mich…“

Nächste Zeile, nächster Formulierungsfehler. Kein Personaler dieser Welt wird dich einstellen, wenn du dein Anschreiben mit „Hiermit bewerbe ich mich…“ beginnst – schließlich ist es logisch, dass du dich um eine entsprechende Stelle bewirbst, wenn du dem Unternehmen deine Bewerbungsunterlagen zuschickst.

Ähnlich veraltet und fatal sind folgende Satzanfänge:

  • „Mit großem Interesse habe ich…“
  • „Wie ich Ihrem Stellenangebot entnehmen kann…“
  • „Wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können…“

Ganz allgemein gilt: Verwende niemals eine Formulierung, die du so 1:1 in einem Bewerbungs-Ratgeber gefunden hast. Ein Personaler bemerkt das sofort. Formulierungen, wie die oben genannten, sind nicht nur veraltet, sondern zeugen auch von fahrlässiger Ideen-Armut. Insbesondere im kreativen Bereich wird dir das alle Chancen zunichtemachen.

Wesentlicher besser ist es, wenn du einen individuellen Satzanfang findest, der Lust auf mehr macht. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten wie zum Beispiel:

  • „Wussten Sie, dass 98 % aller Wirtschaftsstudenten…“
  • „Für die Stelle als … qualifizieren mich …“

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„Ich bin…“

„…zielstrebig, engagiert, teamfähig, belastbar und zuverlässig.“ Viele Bewerber lieben es, sich selbst in Anschreiben durch blumige Adjektive zu beschreiben. Die klassische „Ich bin…“-Formulierung ist allerdings genauso in die Jahre gekommen wie die vorherigen. Aus Sicht der Personaler sind dies alles Angebereien, die durch nichts bewiesen werden können.

Statt des „Ich bin…“ ist es viel effektiver, wenn du Sätze mit „Ich habe … gemacht“ schreibst. Dadurch kannst du deine Kompetenzen mithilfe von Fakten untermauern und somit deiner gesamten Bewerbung mehr Glaubwürdigkeit verleihen. Ein weiterer Vorteil dieser Formulierungen ist, dass dein Schreiben insgesamt viel aktiver wird. Statt Adjektiven verwendest du automatisch Verben, die deine Fähigkeiten und Motivationen bestens unterstreichen.

>> Mehr Infos zum Thema Bewerbungsfehler

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Konjunktiv-Formulierungen

Sätze im Konjunktiv – also alles mit hätte, könnte, würde, dürfte und so weiter – haben in einer Bewerbung nichts zu suchen. Sie suggerieren, dass du unsicher bist in dem, was du tust (beziehungsweise schreibst). Das wiederum sagt dem Personaler einiges über dich aus – auch wenn das gar nicht deine Absicht war beziehungsweise du gar nicht unsicher bist.

Alternativen zum klassischen Konjunktiv

Klassisch: „Ich könnte mir sehr gut vorstellen, all Ihre Forderungen zu erfüllen.“

Besser: „Ich bin davon überzeugt, alle Ihre Forderungen zu erfüllen, da ich bereits im Unternehmen VX als ZY gearbeitet habe.“


Klassisch: „Ich wäre jederzeit bereit, Sie in einem persönlichen Gespräch von meinen Stärken zu überzeugen.“

Besser: „Selbstverständlich bin ich jederzeit zu einem persönlichen Gespräch mit Ihnen bereit.“


Klassisch: „Sehr gern würde ich in Ihrem Unternehmen als … arbeiten.“

Besser: „Meine Erfahrungen als … führen dazu, dass…“


Klassisch: „Ich würde mich freuen, in naher Zukunft von Ihnen zu hören.“

Besser: „Ich freue mich sehr, in naher Zukunft von Ihnen zu hören.“


Sicherlich hast du bemerkt, dass die Formulierungen ohne Konjunktiv wesentlich bestimmter und aktiver wirken als die mit.

Mit den Bewerbungen ist es wie mit der Mode: Heute noch aktuell und morgen schon wieder ein alter Hut. Damit deine Bewerbung immer zeitgemäß und frisch wirkt, ist es wichtig, dass du die oben genannten Formulierungen strikt vermeidest. Dann entspricht dein Schreiben nicht nur mehr deinem Wesen, sondern es erhöht auch die Chancen, deinen Traum-Job zu ergattern.

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