Online Umfragen, Quellen-Recherche und Lektorat: So wird deine Masterarbeit zum Meisterstück

So wird deine Masterarbeit zum Meisterwerk

Die anstehende Masterarbeit – häufig auch einfach nur Thesis genannt – sorgt bei vielen Studenten verständlicherweise für zahlreiche Schweißperlen auf der Stirn, denn jetzt gilt es das erlangte Wissen umzusetzen und dafür zu sorgen, dass die letzten Jahre nicht umsonst gewesen sind. Aber wie läuft so eine Masterarbeit denn eigentlich genau ab? Wie und womit beginnt man am besten? Wie findet man das passende Thema, den richtigen Schreibrhythmus und aussagekräftige Quellen, mit denen man seine Forschungsergebnisse plausibel und nachhaltig untermauern kann? Welchen Umfang sollte die Masterthesis im Optimalfall haben, wie viel Zeit hat man für die Umsetzung – und was kann man denn eigentlich gegen die allseits gefürchtete Schreibblockade unternehmen?

Das große Ziel eines jeden Studenten ist der erfolgreiche Abschluss des Studiums – egal ob an einer privaten oder öffentlichen Hochschule, im Bereich BWL, Biologie oder Medizin, innerhalb der Regelstudienzeit oder doch etwas darüber. Doch damit die Masterarbeit auch zu einem vollen Erfolg wird, solltest Du nicht nur einige wichtige Dinge beachten, sondern darüber hinaus auch wissen, wie Du am besten das für dich passende Thema finden kannst, wie man richtig recherchiert und wie man sich die Zeit am besten einteilt, um unnötigen Stress von vornherein zu vermeiden. Übrigens: Die nun folgenden Tipps und Tricks eignen sich nicht nur für die Master- sondern grundsätzlich auch für die Bachelorarbeit.

Gut zu wissen: Bei der Masterarbeit handelt es sich um eine wissenschaftliche Examensarbeit, die sich mit einem fachübergreifenden Thema beschäftigt und in der Regel aus einem studienbegleitenden Teil, der schriftlichen Abschlussarbeit und einer mündlichen Präsentation besteht. Im Vergleich zu der Bachelorarbeit ist sie aber nicht nur deutlich länger (Masterarbeit: circa 60 bis 100 Seiten, Bachelorarbeit: etwa 30 bis 40 Seiten), sondern häufig auch viel komplexer. Zudem geht es bei einer Masterarbeit auch darum, neue Erkenntnisse zu gewinnen und so einen ersten eigenen Beitrag zu der aktuellen Forschung zu leisten. Darüber hinaus bringt eine Masterarbeit zwischen 20 und 30 ECTS-Punkte (ECTS = European Credit Transfer System; Europäisches System zur Akkumulierung und Übertragung von Studienleistungen), während der erfolgreiche Bachelorabschluss nur maximal 15 ECTS-Punkte einbringt.

Online Umfragen, Experimente und Gruppendiskussionen – welche Forschungsmethode ist die beste?

Es gibt bekanntlich verschiedene empirische Forschungsmethoden, die sich für die Abschlussarbeit eignen. Dazu zählen hauptsächlich Online Umfragen, Experimente und Gruppendiskussionen – aber welches dieser Verfahren eignet sich denn eigentlich am besten, um möglichst schnell aussagekräftige Daten sammeln zu können? Die Wahl der Forschungsmethode hängt in der Hauptsache von dem Thema der Masterarbeit, der gewählten Forschungsfrage und den zur Verfügung stehenden Mitteln ab. Während für ein Experiment beispielsweise in der Regel eine kontrollierte Laborumgebung notwendig ist und eine Gruppendiskussion nur dann funktioniert, wenn es genug Teilnehmer gibt (was gerade in der aktuellen Corona-Situation besonders schwierig ist), lässt sich eine Online Umfrage recht schnell und vor allem auch sehr unkompliziert durchführen. Wichtig: Damit Online Umfragen möglichst aussagekräftige und dementsprechend verwertbare Ergebnisse liefern, muss die Fragestellung klar formuliert und optimalerweise selbsterklärend sein.

Das richtige Thema finden und die dazu passende Forschungsfrage wählen

Ob Germanistik, Informatik, Jura oder Maschinenbau – was auch immer Du studierst, bei der Masterarbeit kommt es vor allen Dingen auf das richtige Thema und eine dazu passende, klar formulierte Forschungsfrage an. Denn diese Forschungsfrage ist der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Thesis. Zum einen sorgt ein Thema, an dem Du auch ein persönliches Interesse hast, für deutlich mehr Motivation beim Schreiben. Zum anderen fällt der eigentliche Schreibprozess auch viel leichter, wenn Du die Forschungsfrage konkret formuliert hast. Das sorgt nämlich für einen roten Faden, der sich durch die gesamte Thesis zieht und an dem Du dich zu jedem Zeitpunkt orientieren kannst. Tipp: Setze Dir mit der Forschungsfrage ein klares Ziel und formuliere sie am besten als klassische W-Frage.

Ohne Lektorat geht es nicht: Achte auf Grammatik, Rechtschreibung und Interpunktion 

Im Optimalfall solltest Du natürlich bereits schon während des Schreibens der Masterarbeit auf Fehler achten – nicht nur inhaltlich, sondern auch in Bezug auf die Rechtschreibung. Doch bevor Du deine Thesis finalisiert, ausdruckst und bindest, sollte sie mindestens eine weitere Person Korrekturlesen. Denn wer auf ein gründliches Lektorat verzichtet, riskiert im schlimmsten Fall sogar eine deutlich schlechtere Gesamtnote. Bitte zum Beispiel einen Kommilitonen, Freund oder zum Beispiel auch ein Familienmitglied um das Lektorat deiner Thesis – und achte zudem darauf, dass sich diese Person nicht nur mit der Grammatik, sondern am besten auch mit dem Thema an sich auskennt.

Bleib stets fokussiert und motiviert 

Die eigene Motivation hat bekanntlich einen wirklich großen und zum Teil auch entscheidenden Einfluss auf den erfolgreichen Abschluss der Masterarbeit. Daher gilt es immer fokussiert und engagiert zu bleiben, damit Du dir den Kredit nicht verspielst, den Du dir über die Jahre durch das Lernen aufgebaut hast. Wenn Du dich mit dem gewählten Thema wohlfühlst, dich damit auskennst und dementsprechend auch ein persönliches Interesse daran hat, kannst Du auch viel freier und ungezwungener arbeiten, als jemand, der weder großen Spaß an dem Thema hat, noch Lust auf die damit verbundene Recherche. Daher solltest Du nach Möglichkeit alles daransetzen, einen Themenbereich zu wählen, der auch in Zukunft einen wichtigen Platz in deinem späteren Arbeitsleben einnehmen soll.


Optimiere deinen Schreibrhytmus und teile deine Zeit vernünftig ein   

Normalerweise hast Du etwa ein halbes Jahr Zeit, um deine Masterarbeit zu schreiben – doch können diese sechs Monate schneller vergehen, als dir lieb ist. Daher solltest Du deine Zeit nach Möglichkeit so einteilen, dass Du in Ruhe und ohne Stress an der Thesis arbeiten kannst. Dementsprechend solltest Du den zeitlichen Ablauf schon im Vorfeld planen und bewusst großzügige Pausen festlegen. Zudem kann es überaus hilfreich sein, wenn Du die Arbeit in überschaubare Abschnitte unterteilst und dir auf diesem Wege selbst Zwischenziele setzt. Und auch der Schreibrhytmus spielt eine wichtige Rolle: Ein aufgeräumter Schreibtisch in einer ruhigen Umgebung eignet sich beispielsweise deutlich besser, als ein Platz an einem eher lauten Ort. So kannst Du dich nämlich voll und ganz auf das Schreiben konzentrieren, ohne durch äußere Einflüsse abgelenkt zu werden.


Die richtigen Quellen finden und die besten Mittel gegen die Schreibblockade   

Die Literatur- und Quellenangaben spielen bei Deiner Masterarbeit eine entscheidende Rolle. Daher solltest Du bei der Suche und bei der späteren Angabe sehr sorgfältig vorgehen. Tipp: Notiere Dir schon während der ersten Schreibphase sämtliche Quellenhinweise und achte darauf, wer genau die Quelle ist, wo man die jeweilige Angabe finden kann und ob es Verweise auf ähnliche Quellen gibt. Und zum Abschluss noch ein Wort zur berühmt-berüchtigten Schreibblockade: Meist hilft es bereits, wenn Du die anstehende Arbeit in einzelne Teilschritte zerlegst und dich nur auf den aktuellen Teil fokussierst. Zudem solltest Du längere Pausen einlegen und dich während dieser Zeit mit anderen Dingen beschäftigen. Hier können zum Beispiel soziale Netzwerke, (Computer-)Spiele und Fernsehen für die benötigte Ablenkung sorgen, um die Motivation zu steigern und den Kopf wieder frei zu bekommen.