Studieren in den USA: Ein Auslandsstudium in den USA absolvieren

Colombia University, USA

Ein Auslandssemester bietet nur wenig Zeit, um das Land und die Menschen kennenzulernen. Anders verhält es sich bei einem kompletten Auslandsstudium: Es ist eine Möglichkeit, um sich voll und ganz mit dem Land, seinen Gepflogenheiten und der Kultur vertraut zu machen. Ein besonderer Vorteil: Die Wahlheimat wird schnell zu einem echten zweiten Heim, in dem sich feste Freundschaften knüpfen lassen, die die Zeit überstehen können. Ein besonders beliebtes Ziel sind die USA, denn sie stehen für die Weite und die Freiheit einer gesamten Nation.

Studieren in den USA: Für jedes Studienfach die richtige Entscheidung

Wer im Ausland studieren möchte, ist mit dem Entschluss, in die USA zu gehen, bereits einen guten Schritt weiter. International gehört es zu den beliebtesten Ländern, sodass sich hier zahlreiche internationale Studierende finden. Die großen Metropolen, Highways und Häuser ziehen viele Menschen in ihren Bann. Dazu gehören auch die vielen Möglichkeiten, die das Land zu einem attraktiven Studienziel machen.

Das System hinter den Hochschulen gilt als ausgezeichnet, weshalb nicht nur die IVY-League von Auslandsstudierenden ins Auge gefasst wird. Insgesamt bietet die USA mehr als 4.500 Hochschulen, die zur Auswahl stehen. Während Harvard und Yale weltweit einen ausgezeichneten Ruf genießen, finden sich auch an anderen Hochschulen außergewöhnliche Studiengänge: Neben den Klassikern im Bereich Business dürfen Astrobiology und Adventure Education nicht fehlen.

Aktuelle Situation: Corona und ein neuer Präsident

2020 war das Corona-Jahr. Jedes Land hat unter der Pandemie gelitten – auch die USA. Sterbende Menschen und überlastete Krankenhäuser gehörten zum Alltag. 2021 bessert sich die Lage, dennoch ist sie nach wie vor angespannt. Unter der Amtszeit von Präsident Trump wurde es Auslandsstudierenden, insbesondere muslimischen Studierenden, zunehmend erschwert, in der USA zu studieren. Dafür verschärfte er die Regularien für ein Visum, welche durch die Corona-Pandemie nochmals angezogen wurden. So braucht man für ein Auslandsstudium die Corona-Schutzimpfung. Ohne die Impfung kann man zwar in das Land einreisen, jedoch nicht auf Dauer dort studieren. Ein weiterer Punkt, der für ein Studium in den USA erfüllt werden muss: Das Studium muss eine Präsenzkomponente besitzen. Ein Kurs muss also mindestens persönlich besucht werden, damit man eine Aufenthaltsgenehmigung in den USA bekommt. Mit dem neuen Präsidenten Joe Biden kommt jedoch Hoffnung auf: Er möchte es zukünftig ausländischen Studierenden, unabhängig ihrer Herkunft, erleichtern, eine Green Card für ihr Studium zu erlangen.

Als Deutscher in den USA studieren: Wie funktioniert das?

Als Deutscher in den USA zu studieren ist grundsätzlich kein Problem. Die Hochschulen bieten jedes Jahr zahlreiche Stipendien für international Studierende. Die Voraussetzung für die Zulassung an eine Hochschule sind ein Test, ein Sprachnachweis und selbstverständlich ein Studentenvisum.

Ein klarer Vorteil gegenüber anderen Hochschulsystemen ist die Betreuung der Studierenden. Es handelt sich um ein Hochschulangebot, das aus einem umfangreichen Serviceangebot besteht: Von einer allgemeinen Einführung bis hin zu einer individuellen Unterstützung finden deutsche Studierende viele Möglichkeiten, schnell in ihrer Wahlheimat Fuß zu fassen.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Mittlerweile finden sich zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Hochschulsystem. Trotzdem gibt es unterschiedliche Punkte zu beachten.

  • Die meisten Hochschulen bieten zwei Semester pro Jahr, einige setzen jedoch das Trimester durch. Welches der beiden Systeme gilt, hängt mitunter von der Hochschule selbst ab.
  • Die Notenvergabe ist nicht einheitlich geregelt und weicht von der deutschen Vergabe ab. Sie basiert in den meisten Fällen auf dem Buchstabensystem, wobei A der Note 1 entspricht und F als 5 und damit durchgefallen gilt.
  • Unterschieden wird zwischen: College, Community College und University. Das College ist die häufigste Form und ermöglicht das Grundstudium mit Bachelor-Abschluss. Das Community College hingegen vergibt einen Associate Degree der in Deutschland nicht als eigenständiger Studienabschluss anerkannt wird.
  • Während sich das Semester in Deutschland vor allem auf die Abschlussprüfung ausrichtet, ist das in den USA anders. Während des Semesters werden zahlreiche Leistungsnachweise erbracht, die genauso wie Einzelprojekte und Hausaufgaben in die Endnote einfließen.
  • Internationale Studierende werden ebenso bewertet, wie gebürtige US-Studierende. Allerdings gilt es zu beachten, dass für das Visum eine gewisse Anzahl an Credits pro Semester erreicht werden müssen.

Wichtig: Unabhängig davon auf welche Hochschule die Wahl fällt – der Studiengang sollte offiziell akkreditiert sein. Dadurch ist sichergestellt, dass der Abschluss anschließend anerkannt wird. Das Akkreditierungsprogramm ist also genauso wichtig wie die richtigen Tipps zum Bewerbungsprozess im Ausland.

Bewerbung in den USA: Was muss man beachten?

Die besten Tipps für den Bewerbungsprozess im Ausland umfassen auch immer den Bewerbungsvorgang. Denn, sobald die Wahl auf eine gewisse Hochschule gefallen ist, besteht der nächste Schritt darin, sich zu bewerben. Die folgenden Punkte sind dabei besonders wichtig.

  • Zulassungsvoraussetzungen klären: Jede Hochschule in den USA hat ihre eigenen Richtlinien bezüglich der Aufnahme- und Zulassungskriterien. Grundsätzlich gehört dazu ein Sprachtest wie der TOEFL oder der IELTS und ein akademischer Zulassungstest wie der GMAT oder der SAT.
  • Gute Noten aus dem Abitur oder dem Bachelorstudium werden meist anerkannt, sie müssen jedoch beglaubigt übersetzt werden.
  • Neben einem Bewerbungsformular erwarten die Universitäten in den USA ein Motivationsschreiben, sowie eines oder mehrerer Empfehlungsschreiben.
  • Besonders wichtig ist außerdem ein Finanzierungsnachweis, denn das Studium in den USA ist keinesfalls günstig.

Was kostet ein Studium in den USA?

Die Kosten für ein Studium in den USA sollten nicht unterschätzt werden. Sie betragen durchschnittlich zwischen 10.000 und 13.000 Euro pro Jahr und setzen sich aus den Studiengebühren und den Lebenserhaltungskosten zusammen. Vor allem die Studiengebühren sind umso höher, je renommierter die Hochschule ist.

Stipendium für das Auslandsstudium?

Neben einem Job oder einem Studienkredit ist das Stipendium die beste Möglichkeit, um sich die Finanzierung zu sichern. Sowohl von US-amerikanischer als auch von deutscher Seite aus gibt es einige Förderprogramme, die bei diesem Vorhaben unterstützen.

  • Pauschalstipendien: Sie werden ausschließlich an international Studierende vergeben.
  • Leistungsbezogene Stipendien: Diese Art von Stipendium können besonders begabte Studenten erhalten.
  • Sportstipendien: Wer sich hauptsächlich im Hochschulsport engagiert, hat die Möglichkeit auf ein Sportstipendium.

In Deutschland finden sich zahlreiche Stipendien, die vor allem auf die Begabtenförderung ausgerichtet sind. Die Friedrich-Ebert-Stiftung, der DAAD und die Stiftung der deutschen Wirtschaft gehören zu den bekanntesten.

Gekommen um zu bleiben: Eine Festanstellung nach dem Studium

Wer nach seinem Studium in den USA bleiben möchte, oder im Anschluss an das Studium dort arbeiten möchte, kann sich bereits während des Studiums darum bemühen. Besonders wichtig ist es in diesem Fall, das Visum zu erhalten. Schließlich kann die Arbeit nur unter diesen Bedingungen aufgenommen werden. Internationale Firmen bieten meist einen Relocation-Service an, zu dem es mitunter gehört, sich um eine Wohnung und das Visum zu kümmern. Das Studentenvisum hingegen wird direkt beim US-Konsulat beantragt und sollte im besten Fall zwei bis drei Monate im Voraus beantragt werden.