Studieren in der Schweiz

Studieren in der SchweizDie Schweiz ist nicht nur für ihre schönen Berge, die Schweizer Schoki und hochwertige Uhren bekannt, sondern seit vielen Jahren auch ein beliebtes Ziel für Studenten aus aller Welt. Die Schweizer Unis bieten eine sehr gute Alternative zu den Angeboten in Deutschland und etwa ein Viertel der Studenten stammt aus dem Ausland.

Themen dieser Seite:

Vorteile

  • Kleine Unis mit hochwertiger Ausstattung
  • Breit gefächerte Ausbildungsmöglichkeiten
  • Hohes Ausbildungsniveau
  • Kontaktmöglichkeiten zu Studenten aus aller Welt
  • Häufig problemlose Anerkennung der erlangten Qualifikation in der EU

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Das Bildungssystem der Schweiz

Vorwiegend ist die Bildung in der Schweiz Sache der Gemeinden und Kantone. 11 Jahre dauert die Schulpflicht in der Schweiz. 8 Jahre davon verbringen die Schweizer Kinder in der Primarstufe. Darauf folgt die Sekundarstufe I, in der die Schüler in einigen oder allen Fächern in Leistungsgruppen unterrichtet werden. Die Sekundarstufe II wird anschließend von rund einem Drittel der Schüler aus der obligatorischen Schule besucht und hier werden im dualen System Schule und Berufsausbildung verbunden. Mit dem Abschluss der Sekundarstufe II erlangen die Schweizer die Qualifikation für die Tertiärstufe, zu der auch die Hochschulen und Universitäten gehören.

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Beliebte Studienfächer in der Schweiz

Neben Informatik und Technik gehören Architektur und Planungswesen zu den beliebten Studienfächern an den Fachhochschulen in der Schweiz. Chemie, Wirtschaft und Management zählen ebenfalls zu den Fachrichtungen, für die sich viele Studenten interessieren.

Land- und Forstwirtschaftliche Studiengänge werden  in größerer Zahl angeboten und viele Studenten aus dem Ausland nehmen dieses Angebot wahr. Einen weiteren international begehrten Bereich  bilden Hotel- und Gastronomie. An den Universitäten gelten Ingenieur- und Naturwissenschaften zu den beliebten Fachrichtungen, ebenso wie Mathematik oder Pharmazie. Studiengänge rund um das Thema Sport runden die gefragtesten Studiengänge in der Schweiz ab.

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Voraussetzungen für ein Studium in der Schweiz

Grundsätzlich sind die Voraussetzungen für eine Zulassung zum Studium in der Schweiz ähnlich wie in Deutschland. Die allgemeine Hochschulreife bildet die Grundlage für eine Zulassung. Dazu muss das 18. Lebensjahr vollendet sein und der Student sollte die Studiensprache ausreichend beherrschen.

Die Schweizer Unis stellen zum Teil aber höhere Anforderungen an ihre Studenten und eine Hochschulzugangsberechtigung allein reicht nicht immer aus, um den gewünschten Studiengang als ausländischer Student belegen zu dürfen. Wie in Deutschland entscheiden die Universitäten selbst, welche Qualifikationen und Nachweise sie von ihren Bewerbern verlangen und in manchen Jahren gibt es sogar komplette Aufnahmesperren für Studenten aus dem Ausland in einigen Fächern wie Medizin oder Wirtschaft, weil die Kapazitäten immer wieder erschöpft sind.

Für Studenten, deren Reifezeugnis nur bedingt anerkannt wird, gibt es aber noch eine Möglichkeit ihr Traumstudium in der Schweiz doch noch antreten zu können. In Fribourg finden jeweils im Juni und August Aufnahmeprüfungen statt. Auf diese Prüfung kannst du dich vorbereiten und es finden auch Vorbereitungskurse direkt vor Ort statt. Allerdings werden Gebühren in Höhe von knapp 5.000 Franken (etwa 4.500 Euro) dafür fällig. Als Zugangsvoraussetzungen zu diesem Kurs ist eine provisorische Zulassungsbestätigung einer Schweizer Uni notwendig und ausreichend Deutsch- oder Französischkenntnisse werden ebenfalls vorausgesetzt.

Tipp: In der Regel findet die Aufnahme der neuen Studenten an den Schweizer Unis zum Wintersemester statt. An manchen Universitäten finden auch zum Sommer Aufnahmen statt, doch das ist eher die Ausnahme.

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Lebenshaltungskosten und Studiengebühren

Für die Lebenshaltungskosten inklusive Studiengeld und Lernmaterial fallen in der Schweiz etwa 1.200 Euro an monatlichen Kosten an.  Darin enthalten sind Miete, Lebensmittel, Kleidung und auch die Fahrtkosten vor Ort. Die Krankenversicherung ist in der Regel über die europäische Versicherungskarte abgedeckt, allerdings solltest du dich vorab bei deiner Krankenkasse rückversichern, ob eventuell zusätzliche Verträge abgeschlossen werden müssen. Der Bereich der fälligen Studiengebühren für Schweizer Hochschulen und Unis ist allerdings breit gefächert. Die Hochschule in Genf verlangt etwa 500 Franken pro Semester, während die ausländischen Studenten in Basel 700 Franken zahlen müssen und an der Università della Syizzera italiana im Tessin sogar 2000 Franken für ein Semester fällig werden.

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Finanzierungsmöglichkeiten und Stipendien

Um dein Studium in der Schweiz zu finanzieren, stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Wahl. Ein Stipendium ist eventuell eine davon. Der Deutsche Akademische Austauschdienst stellt eine Online-Stipendien-Datenbank zur Verfügung und auch im Stiftungsindex des Bundesverbands Deutscher Stiftungen findest du Angebote dazu. Zusätzlich kannst du dich auch in der Schweiz um ein Stipendium bewerben. Die Eidgenössische Stipendienkommission für ausländische Studenten ist dafür die richtige Anlaufstelle. Ein günstiger Kredit für Studenten kann dich deinem Traum vom Studium in der Schweiz ebenfalls näher bringen und natürlich bietet sich auch ein Nebenjob in der Gastronomie oder im Hotelgewerbe an, denn die Tourismusbranche in der Schweiz zieht das ganze Jahr über Gäste an.

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Anerkennung in Europa und speziell in Deutschland

Seit Juni 2002 ist die Anerkennung von Berufsqualifikationen, die in der Schweiz erworben wurden, über ein Abkommen zwischen der Schweiz und der EU geregelt. Bestimmte Berufe werden in Deutschland ohne Prüfung anerkannt, weil man sich auf bestimmte Mindestanforderungen an die Ausbildung einigen konnte. Dazu zählen unter anderem:

  • Zahnärzte
  • Architekten
  • Ärzte
  • Tierärzte
  • Hebammen
  • Kranken- und Gesundheitspfleger

Bei anderen reglementierten Berufen kann eine Anerkennung nach einer Prüfung erfolgen. Die Richtlinie 2005/36/EG besagt dazu, dass eine Qualifikation anerkannt werden muss, wenn sie den Antragsteller zur Ausübung des Berufs in dem Land berechtigt, in dem er sie erworben hat und das Berufsbild in Deutschland dem im Herkunftsland gleicht. Wenn die Ausbildung mit der in Deutschland vergleichbar ist, erfolgt eine Anerkennung unmittelbar und nur wenn sie sich grob davon unterscheidet, können Auflagen mit der Anerkennung verbunden werden.

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Resümee

Ein Studium in der Schweiz ist sicher nicht die günstigste Alternative, wenn der Standort Deutschland dir nicht bieten kann, was du suchst. Allerdings sind die Ausbildungen an den Unis und Hochschulen  auf einem hohen Niveau und werden in der Regel problemlos in Deutschland anerkannt. Internationales Flair und gut ausgestattete, kleine Universitäten erwarten dich, wenn du deine Studienzeit in der Schweiz verbringen möchtest.

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Krankenversicherung während eines Auslandsstudiums

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