Stress lass nach! Immer mehr Studenten haben immer mehr Druck

Jedes Jahr ein neuer Rekord. Zum Wintersemester 2018/19 haben sich 508.000 Studenten neu immatrikuliert. Wie Zeit Online berichtet, sind insgesamt 2,87 Millionen Studierende an deutschen Universitäten und Hochschulen eingeschrieben. Da die Universitäten und Hochschulen nicht auf diesen Ansturm vorbereitet sind, kommt mittlerweile ein Professor auf 67 Studierende. In Nordrhein-Westfalen sind es sogar 91. So verwundert es nicht, dass der Hochschulverband 7.500 neue Professoren-Stellen bis 2025 fordert. Auch baulich platzen Hochschulen bundesweit aus allen Nähten. Dabei ist das Geld knapp. So will z.B. allein die Uni Köln ein Defizit von 17 Millionen Euro abbauen. Das geht nur über Budgetkürzungen. Alle Fakultäten haben 2018 2,5% einsparen müssen.

Hörsaal voll – ich hör nix

Besonders hart trifft die klamme Lage natürlich die Studenten. Fachbereiche und Räumlichkeiten sind häufig nicht optimal ausgestattet. Das hat Folgen: Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung klagen 25% aller Studenten über Stress. Gerade Studenten mit Behinderung haben es schwer. 8% aller Studenten haben eine chronische Krankheit oder Behinderung. Davon sind 80.000 laut dem Gehörlosen Bund schwerhörig. Der sowieso schon anstrengende Studienalltag wird zusätzlich stark belastet, wenn man in einem überfüllten Hörsaal aufgrund von Hörproblemen der Vorlesung nicht richtig folgen kann. Hier kann ein Hörgerät für Entspannung sorgen. Neuste Modelle kleben zum Glück nicht mehr wie ein Ziegelstein hinterm Ohr, sondern sind klein und dezent. Bei Unbeschwert Hören findest Du eine Übersicht zu den verschiedenen Modellen.

Was tun, wenn der Druck zu groß wird?

Viele Studenten haben sich schon einmal wegen psychischer Probleme in Behandlung begeben müssen. Laut dem Arztreport 2018 sind eine halbe Million Studenten psychisch krank. Viele erkennen leider nicht rechtzeitig, dass sie Druck im Studienalltag und Prüfungsstress nicht gewachsen sind. Depressionen oder Burn out können die Folge sein. Dabei muss niemand warten bis es zu spät ist. An 16 Universitäten gibt es mit Nightline ein Zuhörertelefon von Studierenden für Studierende. Hier findet jeder ein offenes Ohr und kann vor allem anonym über seine Sorgen sprechen und sich Hilfe holen.

Barrierefreiheit – da gibt es noch viel zu tun

Barrierefreiheit ist ein Thema, das von Hochschulen zwar engagiert angegangen wird, die tatsächliche Umrüstung läuft aufgrund begrenzter Budgets allerdings sehr langsam. Auch müssen behinderte Studenten mit zahlreichen Mehrkosten klarkommen, die nicht immer von der Krankenkasse übernommen werden. Hier haben wir zusammengestellt, wie Studenten mit Behinderung Hilfe in Anspruch nehmen können.