Musik als Studienfach

Musik-Studium | Berufschancen, Inhalte und vieles mehrInhalte, Berufschancen und mehr

Musik ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil des Lebens und ist nahezu überall. Ob im Alltag beim Einkaufen, unter der Dusche oder auch beim Autofahren, überall wird gesungen, mitgesummt oder zumindest in aller Ruhe genossen. Doch macht Musik nicht nur beim Zuhören Freude, auch das Spielen von Musikinstrumenten ist sehr beliebt. Wer besonders talentiert ist und die Musik als seine absolute Leidenschaft entdeckt hat, der kann sein Hobby sogar zum Beruf machen. Neben der eher zufallsbedingten Möglichkeit als Sänger oder Mitglied einer Band berühmt zu werden, können junge Musiker die Musik und Instrumente in Form eines umfangreichen Musikstudiums in allen Einzelheiten entdecken und so ein fundiertes Standbein für das spätere Berufsleben aufbauen, das eng mit dem liebsten Hobby verwoben ist. Doch Musik zu studieren ist beileibe kein Zuckerschlecken – harte Aufnahmeprüfungen, eine geringe Anzahl an Studienplätzen, ein mitunter enormer Konkurrenzkampf und nicht zuletzt das tägliche Üben bestimmen den Alltag im Studium.

Ist für das Studium das Abitur notwendig?

Wie in den meisten künstlerischen Berufen kommt es auch in der Musik zu einem sehr großen Teil darauf an, wie begabt der Student in seinem Fach ist. Vor allem das Rhythmusgefühl und das Knowhow sind entscheidend, bisherige Schulfächer mit Mathe oder Deutsch und die daraus resultierenden Noten haben also eher weniger Einfluss auf das spätere Studium und daher ist auch das Abitur nicht immer grundsätzliche Voraussetzung für ein Musikstudium. Dies unterscheidet sich jedoch von Institution zu Institution. Oft wird dies so gehandhabt, dass viele Hochschulen bei Aufnahmeprüfungen etwas höhere Anforderungen an die Bewerber ohne Abitur stellen, um so alle fair zu behandeln.

Doch so unwichtig Noten und Fächer auch sein mögen, so wichtig sind im Gegenzug musikalisches Können und Vorkenntnisse in diesem Bereich. Denn ein Musikstudium fängt keineswegs ganz von vorn an, sondern baut auf den Erfahrungen und Kenntnissen auf, die sich der Bewerber in der vorherigen jahrelangen privaten Übungsphase angeeignet hat. Und diese Kenntnisse werden spätestens bei der Aufnahmeprüfung auf Herz und Nieren geprüft.

Die AufnahmeprüfungMusik-Studium | Aufnahmepruefung

Zu einer Musikausbildung gehört im Grunde immer die vorherige Aufnahmeprüfung, bei der Talent und Fähigkeiten einem strengen Test unterzogen werden. Diese ist in einen praktischen und einen theoretischen Teil unterteilt.

Praxis

Die Bewerber müssen Stücke aus verschiedenen Stilepochen vortragen. Hierbei geht es darum sein Können am Instrument unter Beweis zu stellen, schlichtweg besser als die Konkurrenz zu sein, um sich so einen Platz zu sichern. Je nach Studiengang ist es außerdem notwendig, dass sowohl auf einem Haupt- als auch auf einem Nebeninstrument vorgespielt werden muss. Theoretisch sind hier alle Musikinstrumente denkbar, doch viele Hochschulen legen großen Wert darauf, dass Ihre Studenten klassische Instrumente wie beispielsweise das Klavier oder ein Streichinstrument beherrschen.

Theorie

Theoretisches Wissen wie beispielsweise das Diktieren von Melodien oder das Auflösen von Akkorden muss belegt werden. Gerade hier ist eine gute Vorbereitung sehr wichtig, denn die schulmusikalische Bildung ist für diesen Test keinesfalls ausreichend. Die Bereiche Gehörbildung, Musikgeschichte und Formenlehre sollten aus diesem Grund ausgiebig gelernt werden.

Wer Musik studieren möchte, der muss also nicht nur gut sein, sondern sich außerdem damit abfinden, dass die kommenden Jahre sehr lernintensiv (Lerntipps siehe hier) werden und absoluten Durchhaltewillen erfordern. Unter Musikstudenten gibt es aber zumindest einen Spruch, der Hoffnung macht:

„Wenn du die Aufnahmeprüfung bestanden hast, dann bestehst du auch das Studium.“

Das Musik-Studium an sich

Wie genau das Studium letztendlich aufgebaut ist, entscheidet die jeweilige Spezialisierung. So finden künstlerisch ausgerichtete Studiengänge zum Beispiel eher an Musikhochschulen statt, während Universitäten und Fachhochschulen theoriegeprägt sind. Aber ganz egal, welcher Studiengang es letztendlich wird: Um den praktischen Teil wird kein Student herumkommen. Selbst bei einem sehr theoretischen Studiengang werden die Studenten also viel Zeit mit ihrem Instrument verbringen, einige Ausbildungsstätten verlangen sogar die Beherrschung von mindestens zwei Instrumenten oder verlangen alternativ zumindest noch Gesang zusätzlich zu einem Hauptinstrument. Die praktischen Einheiten werden entweder solo, also alleine, oder in Kleingruppen durchgeführt, damit der Lerneffekt möglichst hoch ist. Im theoretischen Teil werden dann zum Beispiel Fächer wie Musikpädagogik, Tonsatz, Harmonielehre und vieles mehr behandelt. Das Musikstudium bezieht sich also bei Weitem nicht nur auf das Musizieren, sondern umfasst alle Bereiche, die mit Musik und Akustik zusammenhängen.

Musik-Studium | Das richtige InstrumentDas richtige Instrument

Welches Musikinstrument es übrigens ganz allgemein sein sollte, sollte besser so früh wie möglich feststehen. Oft lernen Menschen schon als Kind und Jugendliche das Spielen von Instrumenten. Es ist eher ungewöhnlich, dass Menschen, die sich zuvor kaum mit dem Musizieren beschäftigt haben, plötzlich Musik studieren wollen. Tatsächlich haben diese dann auch kaum Chancen in den Aufnahmeprüfungen, da ihnen schlicht die Erfahrung und jahrelange Übung im Umgang mit dem Instrument fehlt.

Für den späteren Erfolg bei Aufnahmeprüfung und Studium ist vor allem Vielfalt ein wichtiger Faktor. Das heißt also, je mehr Instrumente ein Musiker beherrscht, desto besser. Für einen Musiker, der sich nicht nur auf ein Instrument konzentriert, ist es später auch einfacher in der Branche unterkommen, Jobs annehmen oder langfristige Engagements finden. So macht es beispielsweise durchaus Sinn, neben der beliebten Gitarre oder der klassischen Geige andere Instrumente zu erlernen, die vielleicht weniger prominent sind. Ein schönes Beispiel hierfür wäre auch das Akkordeon, welches sehr gut bspw. von Musikhaus Kirstein im Folgenden genauer erläutert wird – das Instrument hat zwar ein verhältnismäßig altmodisch Image, ist aber auch heutzutage noch vielerorts gefragt und bietet Berufsmusikern somit eine interessante Marktnische.

Aber auch wenn die Suche nach dem richtigen Musikinstrument abgeschlossen ist, so kann es immer noch sein, dass im Laufe der Zeit plötzlich doch ein anderes Modell desselben Instruments das Interesse weckt. Das würde jedoch mit sich bringen, dass der Studierende sich während des Studiums an ein neues Instrument gewöhnen muss und das wiederum kostet Zeit. Kommt irgendwann aber doch der Punkt, an dem das Studium ein besseres Modell verlangt oder es einfach Zeit für etwas Neues wird, so sollte dieser Moment gut abgepasst werden. Vor einer wichtigen Prüfung sollte das Wechseln des Instruments daher unbedingt vermieden werden, besser eignet sich hingegen der Zeitpunkt nach dem Vordiplom oder ähnliches.

Abschließende Tipps für den Instrumentenkauf

  1. Frühzeitig sparen, Instrumente sind kostspielig
  2. Nicht immer müssen die Instrumente neu sein, häufig können bei Instrumentenbauern auch gebrauchte oder günstige Modelle gefunden werden – am besten einfach einmal nachfragen
  3. Oftmals ist auch eine Ratenzahlung möglich – damit wird das Instrument insgesamt zwar etwas teurer, dafür ist die Finanzierung aber einfacher zu stemmen
  4. Notfalls lassen sich Instrumente bei Hochschulen in vielen Fällen auch ausleihen

Berufsaussichten als Musiker

Die freien Künste werden nicht selten als brotlose Kunst bezeichnet, womit gemeint ist, dass das Einkommen eher bescheiden oder im schlimmsten Fall gar nicht erst vorhanden ist. Als Berufsmusiker mit fundierter Ausbildung muss dies keinesfalls so sein, dennoch ist das Gehalt (siehe Artikel auf www.gehalt.de) in der Regel auch nicht unbedingt besonders hoch. Gerade Gagen fallen, anders als Festgehalte, oftmals sehr unterschiedlich aus – eine interessante Diskussion diesbezüglich gibt es hier im Musikerforum. Allerdings verschlägt es auch nicht jeden Musikstudent nach seinem Studium in den Zweig der Berufsmusiker, zumal es dafür gar nicht genügend Plätze in Orchestern, Chören, Opernhäusern oder Theatern geben würde.

  • Eine Alternative stellt daher das Arbeiten als Musiklehrer dar, der an privaten oder städtischen Musikschulen tätig ist, ebenso können Studenten sich später aber auch als Privatlehrer oder Dozent beweisen.
  • Eine weitere Möglichkeit wäre auch die Arbeit im Technikbereich, als beispielsweise als Toningenieur, Produzent oder Sounddesigner.
  • Auch die Wirtschaft stellt eine interessante Option dar – ob Musikmanager, Konzertveranstalter, oder in der Vertriebs- und Marketingabteilung eines Plattenlabels aktiv, grundsätzlich stehen Musikstudenten nach bestandenem Studium viele Möglichkeiten zur Auswahl.

Abbildung 1: pixabay.com © dankreider (CC0 1.0)
Abbildung 2: pixabay.com © lironcasif (CC0 1.0)
Abbildung 3: pixabay.com © cocoparisienne (CC0 1.0)

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