Erste Steuererklärung nach dem Studium

Das kommt nach dem Studium mit der ersten Steuererklärung auf dich zu

Spätestens, wenn du nach dem Studium dein erstes, eigenes Gehalt verdienst, bist du dazu verpflichtet, jährlich eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Das muss aber nicht unbedingt etwas Negatives sein. Wenn du nämlich einige unserer Tipps berücksichtigst, winkt dir vielleicht schon bald eine Rückzahlung vom Finanzamt.

Ab wann muss man überhaupt eine Steuererklärung abgeben?

Arbeitgeber behalten jeden Monat einen Anteil des regulären Gehalts ihrer Angestellten ein, um es direkt in Form von Steuern an das Finanzamt zu zahlen. Fast immer kann man sich über die Steuererklärung jedoch zumindest einen Teil davon wieder zurückholen. Aus diesem Grund können Arbeitnehmer also auch durchaus davon profitieren, den als eher lästig verschrienen Papierkram einmal pro Jahr beim Finanzamt einzureichen.

Du bist gesetzlich auf jeden Fall zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet, wenn du

  • neben deinem Gehalt andere steuerpflichtige Nebeneinkünfte von mehr als 410 Euro verdienst (z.B. durch Vermietung)
  • parallel von mehreren Arbeitgebern Lohn erhalten hast
  • dir vom Finanzamt Freibeträge eingetragen wurden und dein Einkommen über 10.200 Euro beträgt.

Du darfst hingegen auf die Abgabe der Steuererklärung verzichten, wenn du alleinstehend bist und ausschließlich Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit vorzuweisen hast. Eine Steuererklärung kann sich aber trotzdem lohnen – vor allem für frisch gebackene Hochschul-Absolventen, die womöglich gar keine Steuern zahlen müssten, weil ihr Einkommen zu gering ist, oder weil sie erst mitten im Jahr in ihren Beruf eingestiegen sind. Soweit du das richtig anstellt, kannst du nämlich Kosten aus deinem Studium geltend machen, die dir steuerlich vorteilhaft auf dein jetziges Gehalt angerechnet werden.

Unser Redaktionstipp:

Es gibt ja klare Gründe dafür, warum nur ein Bruchteil der Studenten seine Steuererklärung macht. Papierkram und Bürokratie – Begriffe die nicht völlig zu Unrecht mit allen Themen rund ums Finanzamt in Verbindung gebracht werden.

Das ist jetzt vorbei! Hol dir Hilfe bei der Erstellung deiner Steuererklärung und spare Zeit und Nerven.

Studienkosten im Nachhinein steuerlich geltend machen – geht das?

Im Rahmen jedes Studiums fallen Kosten für jede Menge Dinge an. Studenten müssen nicht nur regelmäßig Semesterbeiträge und ihre Wohnungsmieten bezahlen, sondern meist auch noch überteuerte Lehrbücher und – je nach Studiengang – einiges mehr:

  • Semester-, Lehrgangs-, Prüfungs- und Zulassungsgebühren
  • Zinsen für Bildungsdarlehen (BAföG oder KfW-Studienkredit)
  • Fahrtkosten zur Uni oder zur FH bzw. zu Arbeitsgemeinschaften
  • Fachliteratur, Computer bzw. spezielle Software, Büromaterialen (z.B. Schreibtisch), und Bastelutensilien
  • Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten für Studienreisen, Exkursionen oder Praktika

Wenn du im Rahmen deines Studiums viel Geld für diverse, notwendige Anschaffungen ausgeben musstest, dann hast du die Möglichkeit, diese Kosten im Rahmen deiner Steuererklärung anzugeben. Das funktioniert auch noch im Nachhinein, wenn du bereits berufstätig bist und deine erste reguläre Steuererklärung einreichst. Anschließend können sie dir vom Finanzamt steuermindernd auf deinen ersten Beruf angerechnet werden. Wie viele Steuern du letzten Endes sparst, hängt davon ab, wie hoch dein Gehalt im ersten und zweiten Arbeitsjahr ausfällt.

>> Studienkosten mit deiner Steuererklärung zurückholen

Was muss ich dafür tun?

Die Voraussetzung, dass du Kosten für dein Studium nachträglich steuerlich geltend machen kannst ist, dass du ein Zweitstudium absolviert hast – das kann zum Beispiel auch ein Studium nach einer Ausbildung sein. In diesem Fall kannst du deine Ausgaben bis zu vier Jahre nach deinem Studium als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Um nicht den Überblick zu verlieren, kann dir auch eine bedienfreundliche Software bei der Einkommensteuererklärung helfen, in die du all deine Ausgaben unkompliziert eintragen kannst (hier zu finden). Ausgaben für dein Erststudium kannst du mehr als ein Jahr später nicht  mehr in der Steuererklärung angeben. In Form von Sonderkosten müssen sie bereits während des Erststudiums in einer freiwilligen Steuererklärung angegeben werden.

Um alles korrekt nachweisen zu können, benötigst du selbstverständlich Rechnungen, Belege und Kontoauszüge all deiner Unkosten, die du steuerlich geltend machen möchtest. Im besten Fall hast du alles aus der Zeit deines Studiums aufgehoben, so zum Beispiel auch Quittungen deiner Semestertickets für öffentliche Verkehrsmittel. Falls das Finanzamt deine Ausgaben nicht anerkennen sollte, weil beispielsweise Unterlagen fehlen, hast du die Möglichkeit, diese nachzureichen. Sogar wenn dein Steuerbescheid bereits bei dir eingetrudelt ist, kannst du noch Einspruch gegen ihn erheben und die Unterlagen nachreichen.

Unser Redaktionstipp:

Es gibt ja klare Gründe dafür, warum nur ein Bruchteil der Studenten seine Steuererklärung macht. Papierkram und Bürokratie – Begriffe die nicht völlig zu Unrecht mit allen Themen rund ums Finanzamt in Verbindung gebracht werden.

Das ist jetzt vorbei! Hol dir Hilfe bei der Erstellung deiner Steuererklärung und spare Zeit und Nerven.