Studienorganisation

Gut organisiert durchs Studium

StudienorganisationDu hast es geschafft – du hast einen Studienplatz bekommen. Nach der ersten Euphorie folgt oft eine kleine Ernüchterung. Viele Studenten sind mit dem Chaos an der Uni vollkommen überfordert. Das neue Studentenleben hat so gar nichts mehr mit dem überschaubaren Dasein eines Schülers zu tun. Natürlich war die Zeit bis zum Abi kein Honigschlecken, aber du wusstest doch anhand der Vorgaben meistens, was zu tun ist. Nun rollt eine riesige Welle von fast unüberschaubaren Möglichkeiten auf dich zu. Um perfekt auf der Welle surfen zu können, solltest du gut organisiert sein. Es sind so viele Dinge zu berücksichtigen, dass ein einzelner Student, der oftmals auch noch in einer fremden Stadt studiert, meistens vollkommen überfordert ist. Der folgende Text versorgt dich mit genügend Informationen, damit du gut organisiert dein Studium mit Bravour meisterst.

Themen dieser Seite:

Die Veranstaltungen

Studienanfänger sind häufig irritiert, wenn sie mit Modulen und Credit Points konfrontiert werden. Das Studium an der Uni ist ganz anders strukturiert als der Schulunterricht.
Es gibt zum Beispiel verschiedene Veranstaltungen, die im Laufe eines Semesters besucht werden müssen.

  • Vorlesungen
  • Seminare
  • Übungen
  • Tutorien

Vorlesungen:

Am Anfang eines Studiums werden Einführungsveranstaltungen des Grundstudiums angeboten.
Grundsätzlich finden Vorlesungen in einem Hörsaal statt.

Ein Professor fabuliert eineinhalb Stunden über ein bestimmtes Thema und die Studenten hören zu und schreiben die wichtigsten Fakten mit. Eine Diskussion findet meistens nicht statt.

Seminare:

Seminare zeichnen sich durch eine aktive Mitarbeit der Studenten in Form von Diskussionen und Referaten aus. Zusammen mit einem Dozenten wird in einer relativ kleinen Gruppe ein bestimmtes Thema erarbeitet.

Übungen:

Übungen ergänzen meistens die Vorlesungen. Wissenschaftliche Mitarbeiter sowie Promovierende verdeutlichen anhand von Beispielen den Inhalt der Vorlesungen. Auch Fragen der Studenten werden hierbei beantwortet.

Tutorien:

Studenten der höheren Semester bieten solche Veranstaltungen an. Hierbei werden wissenschaftliche Methoden vermittelt wie etwa: Wie zitiere ich korrekt, ohne dass es Plagiatsvorwürfe gibt?

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Tipps für den Semesterstart

Zum Semesterstart solltest du einige Dinge beachten:

  • Für die Erstsemester liegen die Orientierungseinheiten vor dem Beginn der Vorlesungszeit.
    Wichtig ist, dass du dir alle relevanten Termine und Fristen notierst.
  • Du musst dich zu jedem weiteren Semester zurückmelden. Bei der Uni Hamburg geschieht dies beispielsweise durch das pünktliche Bezahlen der Semestergebühr. Wenn du die Zahlung versäumst, wirst du automatisch exmatrikuliert. Wenn du allerdings nur vergessen hast, den Obolus zu entrichten, kannst du die Zahlung, inklusive einer Mahngebühr, noch nachholen.
  • Weiterhin musst du die Anmeldephasen für die unterschiedlichen Lehrveranstaltungen beachten. An der Uni Hamburg zum Beispiel kannst du dich im Studien-Infonetz (STiNE) zu den gewünschten Veranstaltungen anmelden.

>> Tipp: Unsere Checkliste für Erstis erleichtert deinen Start ins Studium

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Der Studienverlauf

Wichtige Infos, um den gesamten Studienverlauf perfekt zu organisieren:

Finanzierung

  • Wahrscheinlich hast du dich schon über eine Finanzierung deines Studiums durch BAföG informiert. Wenn du die Voraussetzungen hierfür erfüllst, bekommst du die Hälfte als Zuschuss in der Regelstudienzeit, die andere Hälfte wird als zinsloses Darlehen gezahlt. Diese 50% des BAföG-Zuschusses musst du erst nach Ende deines Studiums zurückzahlen. Dies geschieht in Raten, deren Höhe sich nach deinem Einkommen richten.

>> Finde alles über das neue BAföG heraus!!!

  • Eine weitere Möglichkeit, dein Studium finanziell zu fördern, ist der so genannte Bildungskredit. Ausführliche Informationen darüber bekommst du beim Bundesverwaltungsamt.
  • Auch ein Stipendium ist eine Option, um deine Ausbildung finanziell abzusichern. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen kann dir mit wertvollen Tipps und Anregungen weiterhelfen.
  • Wenn du Zeit und Lust hast, kannst du auch direkt an der Uni jobben. Gesucht werden häufig Tutoren, studentische Hilfskräfte, Aushilfen in Bibliotheken sowie Probanden auf dem psychologischen oder sozialwissenschaftlichen Sektor.

Teilzeitstudium

  • Ein Teilzeitstudium ist kein Beruf begleitendes Studium, sondern es muss ein wichtiger Grund hierfür angegeben werden. Auch muss in der Hochschulprüfungsordnung des gewählten Studienganges die Möglichkeit für ein Teilzeitstudium angeboten werden.
  • Gründe für ein Teilzeitstudium sind eine Erwerbstätigkeit von mindestens 15 Stunden pro Woche, die Betreuung oder Pflege eines Kindes/Angehörigen oder eine Behinderung oder chronische Krankheit, welche ein Vollzeitstudium unmöglich machen.

Studiengangwechsel

  • Du bist ein Studiengangwechsler, wenn du bereits studierst oder studiert hast und nun zu einem anderen Fach wechseln möchtest. Für den neuen Studiengang bewirbst du dich wie ein Studienanfänger zum ersten Fachsemester. Deine bisherige Studienzeit wird dir allerdings nicht als Wartesemester angerechnet. Ob du dich bei einem Wechsel zuerst exmatrikulieren musst, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Auslandsstudium

  • Es ist immer von Vorteil, seinen Horizont zu erweitern. Auslandserfahrungen bringen dich nicht nur fachlich weiter, sondern tragen auch viel zu deiner Persönlichkeitsentwicklung bei. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Wunsch zu realisieren, zum Beispiel mit dem ERASMUS-Programm. Eine weitere Möglich für einen Aufenthalt im Ausland können auch Praktika oder Sprachreisen sein.

Studium mit Kind

  • Auch, wenn du ein Kind hast, muss ein Studium nicht länger ein Traum bleiben. Du kannst zum Beispiel ein Teilzeitstudium beantragen oder einen Härtefallantrag bei der Bewerbung stellen.
    Das Familienbüro ist eine Anlaufstelle für Studenten und Angestellte in Wissenschaft und Verwaltung. Die Mitarbeiter dort helfen bei allen Belangen rund um ein Studium mit Kind.
  • Auch für die Kinderbetreuung ist gesorgt. Auf den Seiten des Studierendenwerks findest du die nötigen Informationen.

>> Mehr Infos zum Thema Studieren mit Kind

Studium mit Beeinträchtigungen

  • Im „Büro für die Belange von Studierenden mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen“ wirst du eingehend beraten, was die Studienvorbereitung, die Bewerbung und das Studium angehen.

>> Mehr zu Thema Studieren mit Behinderung

Studienabschluss

  • Wenn du dein Studium beenden möchtest, kannst du dich jederzeit, auch mitten im Semester, exmatrikulieren. Die für eine Exmatrikulation erforderlichen Unterlagen kannst du einfach im Büro der Uni abgeben und erhälst sofort deine Exmatrikulationsbescheinigung.
  • Je nachdem, ob du dein Studium erfolgreich abgeschlossen hast oder du dir mitten im Semester überlegst, doch lieber etwas Anderes zu machen, sind für die Exmatrikulation verschiedene Formulare notwendig. Erkundige dich direkt bei der Uni.

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Tipps fürs Lernen

Wenn du jetzt alle organisatorischen Fragen zu deinem Studium geklärt hast, kannst du dich nun endlich auf das Wesentliche konzentrieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um effektiv lernen zu können. Welcher Lern-Typ du bist, hast du ja sicher schon während deiner Schulzeit herausgefunden. Hier folgt eine kleine Übersicht:

  • Die Bibliothek ist der ideale Ort, um in Ruhe lernen und arbeiten zu können. Hier findest du auch die nötigen Informationen, die du für deine Arbeiten benötigst.
  • Natürlich solltest du beim Lernen dein geliebtes Smartphone ausschalten.
  • Musik kann allerdings ganz hilfreich sein, damit du dich besser konzentrieren kannst.
  • Natürlich kannst du bei schönem Wetter auch an einem ruhigen Ort in der Natur lernen, etwa im Park.
  • Paradoxerweise lernen einige Menschen besser, wenn sie im Zug sitzen und die Landschaft an sich vorbeiziehen lassen.

Hilfreich für ein optimales Lernen, das auch noch Spaß macht, sind Lern-AGs. Hierbei könnt ihr euch gegenseitig motivieren und den Lernstoff gemeinsam aufbereiten. Lern-AGs haben sich in der Praxis bestens bewährt.

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Effektives Mitschreiben

Wichtig für ein gut strukturiertes Arbeiten sind ein effektives Mitschreiben bei den Vorlesungen und eine korrekte Ablage der verschiedenen Unterlagen. Nur so kannst du verhindern, ins „Schwimmen“ zu geraten.

Ein paar Tipps dazu:

  • Wichtig ist, dass du nicht jedes Wort des Professors mitschreibst, sondern selektierst.
  • Aktives Zuhören ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Lernen. Versuche schon während des Zuhörens den Sinn und Zusammenhang des Gesagten zu verstehen.
  • Mache dir ein paar Stichwörter und ordne diese bereits während der Vorlesung möglicht übersichtlich.
  • Die Notizen solltest du dir nach der Vorlesung noch einmal ansehen und dann zuhause nachbearbeiten.
  • Bestens bewährt für eine übersichtliche Anordnung der Notizen hat sich die „Cornell-Methode“: Teile hierfür das Blatt Papier in drei Abschnitte ein. Im linken Drittel notierst du Fragen und Schlüsselbegriffe, die anderen zwei Spalten dienen für Notizen. Ganz unten teilst du über die gesamte Breite einen weiteren kleinen Abschnitt ein, in dem du die obigen Inhalte zusammenfasst. So erhälst du eine gut strukturierte Übersicht über den Lerninhalt.
  • Auch Karteikarten sind eine gute Möglichkeit, um effektiv zu lernen.
  • Ebenso kannst du Mindmaps oder Flussdiagramme nutzen, um Struktur in deine Notizen zu bekommen.
  • Um das Gehörte auch zu verstehen, formulierst du in deinen eigenen Worten ganze Sätze aus deinen Notizen.
  • Für eine bessere Übersicht verwendest du Ordner (pro Fach ein Ordner) für die jeweiligen Semester. Die einzelnen Ordner unterteilst du nochmals nach Themenbereichen.
  • Wenn du etwas nicht verstanden hast oder dir Zusammenhänge nicht ganz schlüssig sind, erkundige dich während der Sprechzeiten bei den Dozenten.

>> Bei uns findest du noch viele Lerntipps, Tipps für mehr Produktivität und zur Konzentrationssteigerung

Es gibt mittlerweile viele Apps für eine effektive Studienorganisation:

Beispiele hierfür: 2day for Windows, ToodledoWunderlist, iStudiez, inClass, Remember the Milk und zahlreiche andere.

>> Weitere Apps für Studenten

Wenn du dich nun perfekt vorbereitet ins Studentenleben stürzt, kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Viel Erfolg bei der Umsetzung der obigen To-do-Liste!

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