Mittels Studienberatung im Studium durchstarten

Studienberatung zum StudienbeginnDu hast dein Abitur geschafft oder andere Voraussetzungen erfüllt, um ein Studium zu planen? Du möchtest vielleicht oder ganz sicher studieren? Weißt aber nicht, wo und was? Dann solltest du dich frühzeitig und nicht erst nach deinem Abitur um kompetente Beratung kümmern. Dazu gibt es viele Möglichkeiten, von denen du idealerweise die meisten zumindest ausprobierst und nutzt.

Natürlich muss nicht direkt das erste Studium deines Lebens „sitzen“. Aber wenn du mehrere Studiengänge abbrichst oder lange studierst ohne einen Abschluss realistischerweise bewältigen zu können, kann sich dies sehr negativ auf deinen beruflichen Werdegang auswirken. Umso wichtiger ist eine frühzeitige und vor allem umfassende Information über Studiengänge, die für dich in Frage kommen. Grundsätzlich solltest du bei der Suche nach deinem Wunschstudium stets schon im Hinterkopf behalten, was danach folgt. Frage dich also, warum welcher Studiengang geeignet sein kann, um einen bestimmten Beruf später ausüben zu können, den du anstrebst.

Zunächst ist natürlich Eigeninitiative gefragt. Hauptkriterium bei der Wahl des für dich passenden Studienganges sind deine persönlichen Voraussetzungen, Neigungen, Stärken und Zielvorstellungen. Es macht schließlich wenig Sinn, sich zum Beispiel für ein wirtschaftliches Studium einzuschreiben, weil es tolle berufliche Perspektiven verspricht, du aber eigentlich weder Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen hast noch interessiert bist an den Fächern der entsprechenden Studiengänge wie Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre oder anderen.

Die Auswahl an Studiengängen und Infoquellen ist riesig

Es gibt an Deutschlands Hochschulen rund 1500 unterschiedliche Studiengänge und Studienfächer. Die Auswahl ist riesig, aber als Erstes musst du dir selbst klar werden, in welche Richtung es bei dir gehen kann. Wenn du dies weißt, solltest du Hilfe „von außen“ in Anspruch nehmen. Sprich zunächst mit Verwandten, Bekannten, Freunden, hole dir Tipps und Informationen von Menschen, die dir nahe stehen und die dich und deine Fähigkeiten und Stärken auch einschätzen können. Danach solltest du dich in Medien, Büchern, auf Webseiten und in interaktiven Communities im Netz schlau machen. Das Angebot dort ist riesig.

Es stehen dir unendlich viele Informationen kostenfrei zur Verfügung. Viele sind aber überflüssig oder uninteressant. Deine Aufgabe ist es, die interessanten und relevanten Informationen herauszufiltern. Zudem solltest du dir bereits früh darüber Gedanken machen, ob du ein „normales“ Studium an einer deutschen Universität oder Fachhochschule anstrebst, vielleicht bei der Bundeswehr studieren möchtest oder Ausbildung und Studium in einem dualen Studium vereinen möchtest. Auch berufsbegleitende Studien sind möglich. Oder vielleicht willst du zeitweise oder ganz im Ausland studieren?

3 Wege der Studienberatung

Wenn du auf dieser Grundlage bereits eine Richtung im Kopf hast, wo du was studieren möchtest, kannst du an die konkrete Studienberatung gehen. Dabei gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten: Erstens die Studienberatung der Agentur für Arbeit, zweitens die Zentralen Studienberatungsstellen der Hochschulen und drittens externe, professionelle Studienberatungsstellen, die im Gegensatz zu den ersten beiden allerdings kostenpflichtig sind. Im Folgenden stellen wir die Beratungsstellen kurz vor.

Erste Anlaufstelle für eine sehr gute und professionelle Studienberatung können die Zentralen Studienberatungen sein, die die meisten Hochschulen anbieten. Denn auch die wollen ja wissbegierigen Nachwuchs an ihren Hochschulen unterrichten. Eigene Beratungsteams der Hochschulen informieren Interessenten über Studium, Berufe und den dahinter stehenden Arbeitsmarkt. Natürlich kannst du durch eine ausführliche Beratung auch erfahren, dass du doch gar nicht studieren möchtest. Auch dann hat die Beratung geholfen.

Die ZSB (Zentralen Studienberatungsstellen) der Hochschulen beraten, geben Orientierung, vermitteln vor und während des Studiums sowie beim Übergang ins Berufsleben. Dabei geht es in den Beratungen um Inhalte der einzelnen Studiengänge- beziehungsweise Fächer, aber auch um das Studentenleben mit vielen elementaren Fragen wie Finanzierung, Wohnen, Leben etc. Die ZSB bieten Podiumsdiskussionen, Seminare und Vorträge an und beraten individuell im Hinblick auf eine arbeitsmarktnahe Studiengestaltung, berufliche Einstiegsmöglichkeiten, Bewerbungsstrategien und Planung deiner individuellen Laufbahn an allen großen Hochschulstandorten. Ein Semesterprogramm und Veranstaltungsverzeichnisse informieren dich über das Veranstaltungsangebot, Termine und Anmeldeformalitäten.

Studienberatung durch die Agentur für Arbeit

Die nächste größere „Institution“, die du rechtzeitig kontaktieren kannst und solltest, ist die Agentur für Arbeit, die spezielle Hochschulteams beschäftigen, die dir ebenfalls in den bereits genannten Punkten helfen. Sie bieten dir ebenfalls Orientierung, legen dabei den Schwerpunkt auf die Beratung zu den Themen „Studium und was ich damit in der Arbeitswelt anfangen kann“. Zu den wichtigen Themen aller Beratungen gehören auch die Fragen der Voraussetzungen für ein Studium, denn natürlich kannst du dich nicht an jeder Hochschule für dein Wunschstudium „mal eben so“ einschreiben. Es gibt Zugangsbeschränkungen in vielen Fächern sowie andere spezielle Bedingungen, die du erfüllen musst, um dich für ein Studium einzuschreiben. All dies wird man dir in den Beratungen an Hochschulen und/oder bei der Agentur für Arbeit genau erklären. Nimm dir für diese Beratungen Zeit und belasse es nicht bei nur einer Beratung.

Professionelle Studienberatung durch private Studienberater

Die Beratungen an Hochschulen und bei der Agentur sind kostenfrei, du kannst alternativ oder wenn du den Bedarf hast, natürlich auch noch auf professionelle Anbieter zurückgreifen. Die arbeiten sehr individuell, nehmen sich viel Zeit und begleiten dich auf Wunsch während einer langen Phase vor Beginn des Studiums bis zum Abschluss. Es gibt in Deutschland sehr viele professionelle Studienberater, du solltest im Internet oder bei den kostenlosen Beratungsstellen recherchieren, welche sich bewährt haben. Denn wie in fast allen Branchen gibt es auch hier „schwarze Schafe“, die es in erster Linie auf dein Geld und nicht auf eine wirklich zielführende Beratung abgesehen haben.

Also: Umfassende Information und Beratung auf verschiedenen Wegen sollte bei der Suche nach dem für dich passenden Studium nie zu kurz kommen, dann kannst du das Studentenleben umso mehr genießen und den richtigen Weg in deinen Wunschberuf einschlagen.

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