Steuererklärung für Studenten

Steuererklärung für StudentenSo kannst Du viel Geld sparen

Für Studenten kann es sich durchaus lohnen, eine Steuererklärung einzureichen. Vor allem, wenn bei einem Studentenjob Lohnsteuern gezahlt wurden, kann man sich über die Steuererklärung einen Teil dieses Geldes wieder zurückholen. Was Du bei der Steuererklärung beachten musst, erfährst du hier.

Ausbildungskosten sind absetzbar

Für Studenten gibt es vielfältige Möglichkeiten, Kosten für Ausbildung und Studium von den Steuern abzusetzen. Zu den absetzbaren Kostenpunkten gehören u.a.:

  • Semesterbeträge
  • Studiengebühren
  • Computer, Software, etc.
  • Fachliteratur
  • Studienreisen
  • Semesterticket / Pendlerpauschale

Zu beachten ist dabei jedoch, dass diese Ausgaben nur für ausschließlich studentische Zwecke geltend gemacht werden dürfen. Wenn Du zum Beispiel einen festen Desktop-Computer zu Hause hast, an dem Du auch Games zockst, mit Freunden und Familie per Skype telefonierst und im Internet surfst, kannst Du diesen nur teilweise von der Steuer absetzen. Kaufst Du aber nun zusätzlich ein Tablet, das ausschließlich fürs Studium verwendet wird (z.B. um Notizen im Hörsaal zu machen und Fachtexte als PDF zu lesen), kannst Du dieses komplett von der Steuer absetzen.

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Studenten und die doppelte Haushaltsführung

Studenten, die für das Studium in eine andere Stadt gezogen sind, können unter bestimmten Umständen eine doppelte Haushaltsführung steuerlich geltend machen. Dies gilt jedoch nicht für Studenten, die nur einmal in drei Monaten in den Heimatort fahren und dann im alten Kinderzimmer schlafen. Um eine doppelte Haushaltsführung glaubhaft zu machen, muss im Heimatort ein eigener Hausstand vorhanden sein. Dies kann zum Beispiel eine Wohnung im ausgebauten Dachgeschoss oder über der Garage sein, wenn sie über eine eigene Küche und ein eigenes Bad verfügt. Auch muss glaubhaft gemacht werden, dass sich der Lebensmittelpunkt weiterhin am Heimatort befindet, z.B. indem Du mindestens 1 bis 2x im Monat dorthin fährst, dort viel Zeit mit Deinen Freunden verbringst und Dich weiterhin in Deinen Vereinen engagierst. In diesem Fall kannst Du die Miete für die Studentenwohnung am Uni-Ort und die Fahrtkosten dorthin als doppelten Haushalt geltend machen.

Unser Tipp:

Es gibt ja klare Gründe dafür, warum nur ein Bruchteil der Studenten seine Steuererklärung macht. Papierkram und Bürokratie - Begriffe die nicht völlig zu Unrecht mit allen Themen rund ums Finanzamt in Verbindung gebracht werden.

Das ist jetzt vorbei! Hol dir Hilfe bei der Erstellung deiner Steuererklärung und spare Zeit und Nerven. 

Studenten und Werbungskosten

Derzeit wird vor dem Bundesverfassungsgericht die Frage behandelt, ob Studenten die Kosten für das Erststudium schon als Werbungskosten geltend machen dürfen. Bislang sieht die Gesetzgebung vor, dass beim Erststudium lediglich Sonderkosten in Höhe von maximal 6000 Euro im Jahr abgesetzt werden dürfen. Nur beim Zweistudium (dazu wird auch das Masterstudium gezählt!), bei dualen Studiengängen und bei der Bundeswehr gilt der reguläre Werbungskostenabzug. Dies ist nach Ansicht des Bundesfinanzhofs verfassungswidrig. Auch wenn eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes noch aussteht, solltest Du alle Belege sammeln, die Du möglicherweise als Werbungskosten geltend machen kannst.

Oft genug liegen die Ausgaben ohnehin unter der Grenze von 6000 Euro – zum Beispiel für Fachliteratur oder Materialkosten. Bei einer täglichen Anfahrt zur Uni über 30 bis 40 Kilometer summiert sich die Pendlerpauschale jedoch schon zu einem netten Sümmchen und auch die Kosten für Studiengebühren, Versicherungen und Studienreisen häufen sich. Bei einem Auslandspraktikum oder Semester übersteigen die Ausgaben in der Regel die 6000 Euro-Grenze, sodass Du hier von einer entsprechenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes besonders profitierst.

Kosten für Studienreisen absetzen

Hier kommt es ganz darauf an, wie diese Studienreise abläuft: Ein langes Wochenende am Ballermann von Mallorca kannst Du natürlich nicht als Studienreise steuerlich geltend machen. Ein Wochenende in Barcelona schon eher – sofern Du beispielsweise Spanisch oder Katalanisch studierst oder Dich im Rahmen deines Architekturstudiums intensiv mit den Bauten von Antoni Gaudí auseinandersetzt. Dazu müssen dann entsprechende Belege vorgezeigt werden können, z.B. die Teilnahme an Führungen, Museumsbesuche, Seminare, etc.

Für wen lohnt sich eine Steuererklärung überhaupt?

Viele Studenten glauben, für sie lohnt sich die Mühe einer Steuererklärung nicht, weil sie kein Einkommen haben und nur von den Eltern oder vom Bafög finanziert werden. Schließlich haben sie auch keine Lohnsteuern gezahlt, die sie nun zurückholen können. Dennoch kann es auch bei 0,00 € Einkommen sinnvoll sein, eine Steuererklärung einzureichen, zum Beispiel im Rahmen einer Zweitausbildung (dazu zählen Masterstudiengänge und ein zweites Studium): Wer Ausgaben hat, aber kein Einkommen, generiert Verluste. Diese Verluste können auch später noch mit dem ersten Einkommen verrechnet werden und Steuerersparnisse bringen!

Über eine mögliche Rückerstattung direkt im aktuellen Jahr können sich dagegen nur Studenten freuen, die auf Lohnsteuerkarte gearbeitet haben. Beispielsweise als Vollzeitkraft in der Gastronomie während der Semesterferien oder in einem Nebenjob während des Semesters. Sie haben stets Lohnsteuern gezahlt und können sich nun einen Teil davon zurückholen.

Bist Du Dir noch unsicher, kannst Du Dich beispielsweise an einen Lohnsteuerhilfeverein wenden, der überall in Deutschland vertreten ist, oder an die Steuerberatungsstelle der Universität. Häufig kooperiert der jeweilige AStA mit einem spezialisierten Steuerberatungsunternehmen vor Ort. Je nachdem, wie hoch Deine Lohnsteuerzahlungen waren und wie viele Möglichkeiten sich zum Absetzen ergeben (z.B. nach einem Auslandssemester), kann es sich auch lohnen, einen privaten Steuerberater mit der Steuererklärung zu beauftragen.

Was sich in jedem Fall lohnen kann, ist die erste Steuererklärung über ein Online-Portal wie www.studentensteuererklärung.de zu machen. Das kostet zwar eine Gebühr, jedoch bekommst du dafür eine umfangreiche Hilfestellung beim Ausfüllen der Anträge, kannst diese direkt online abschicken und bekommst dadurch im Idealfall auch die höchstmögliche Steuerrückzahlung.

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Bildnachweise:

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