Probearbeitstag

So wird er zum ersten Tag von deinem neuen Job

ProbearbeitstagDu hast es geschafft, die Ausbildung oder das Studium ist abgeschlossen und du hast eine positive Antwort auf eine deine vielen Bewerbungen bekommen. Klar, dass du jetzt etwas nervös bist, denn der Probearbeitstag bedeutet für dich viel. Von ihm hängt deine weitere berufliche Laufbahn ab. Damit du in diesem Unternehmen einen guten Eindruck hinterlässt und du gute Chancen hast, dort einen festen Arbeitsvertrag zu bekommen, solltest du dich gut auf diesen besonderen Tag vorbereiten. Ziel eines Probearbeitstages ist es, dass sich beide Seiten davon überzeugen, ob sie in weiterer Folge gut zusammenpassen.

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Der erste Kontakt mit Vorgesetzten und Kollegen

Für den Probearbeitstag musst du gut gerüstet sein. Es gilt auch hier, dass der erste Eindruck zählt. Du triffst an diesem Tag nicht nur auf deinen Vorgesetzten, sondern auch auf deine Kollegen. Diese werden in vielen Firmen miteinbezogen, wenn es um die Entscheidung geht, einen neuen Mitarbeiter einzustellen.

Ein Probearbeitstag ist ein Signal, das dir sagt, dass sich der künftige Arbeitgeber erst von deinen Fähigkeiten überzeugen möchte. Nur auf dein Zeugnis verlässt er sich nicht, er will sich vergewissern, dass du auch das Gelernte in der Praxis umsetzen kannst. Zeige dein Können aber sei nicht zu forsch und aufdringlich, das könnte falsch rüberkommen, du könntest als Besserwisser abgestempelt werden. Nimm Tipps an, die du von deinen Vorgesetzten oder Kollegen bekommst. Denke daran, dass sie schon mehr praktische Erfahrung im Betrieb haben, als du.

Es ist für dich eine Gratwanderung, die du meistern musst. Du musst selbstbewusst auftreten, ohne überheblich zu wirken. Andererseits sollst du dich nicht zurückhalten, nur um einen Konflikt zu vermeiden. Es könnte sein, dass dein zukünftiger Chef an deinem Durchsetzungsvermögen zweifelt. Wenn du etwas zu sagen hast, sag es direkt und in einem höflichen, sachlichen Ton. Damit zeigst du auch, dass du bereit bist, Konflikte mit Niveau zu lösen. Das wird dir bei deinen zukünftigen Kollegen einen Pluspunkt einbringen.

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Was ziehe ich an?

Überlege dir, was du anziehen wirst. Es kommt natürlich darauf an, was du beruflich machst. Frauen müssen darauf achten, dass sie nicht zu sexy am Arbeitsplatz erscheinen. Ein Ausschnitt am Kleid oder der Bluse ist erlaubt, nur zu tiefe Einblicke darf er keinesfalls gewähren. Musst du als Frau am Probearbeitstag und auch später im Job viel laufen, wähle bequemes Schuhwerk aus. Wichtig ist es, sowohl als Frau als auch als Mann nicht verkleidet zu wirken. Das kann dann passieren, wenn du kein Anzugträger bist, aber doch gerne besonders elegant zur Arbeit erscheinen möchtest. Ausnahme ist, wenn ein Anzug als Arbeitsbekleidung vorgeschrieben ist. Alternative und sieht eine schwarze Jean gut aus, zu der ein Hemd, wenn notwendig mit Krawatte getragen wird. Hast du im Vorfeld erfahren, dass dir am Arbeitsplatz entsprechende Kleidung zur Verfügung gestellt wird, kleide dich trotzdem ordentlich, auch wenn du dich später umziehst.

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Die Checkliste - der Tag davor

Eine kleine Checkliste soll dir dabei helfen, gut vorbereitet in deinen Probearbeitstag zu starten.

  • Verschaffe dir Hintergrundwissen über deinen neuen Arbeitgeber. Fast jede Firma besitzt eine Homepage, auf der sie das Unternehmen präsentiert. Nimm dir genügend Zeit um die Seite genau anzusehen. Da erfährst du mehr über das Unternehmen, wie Firmengeschichte, Philosophie und Kerninformationen. Mit diesen Informationen kannst du beim Chef und deinen Kollegen punkten.
  • Du wirst sicher Stresssituationen ausgesetzt werden, und das mit voller Absicht, um zu sehen, wie du damit umgehst. Bereite dich auf Szenen vor, die auf dich zukommen könnten, und überlege dir, wie du in einer bestimmten Situation reagierst. Verfalle nicht in Panik, wenn Stress aufkommt, geh mit Ruhe und Bedacht daran, ein Problem zu lösen.
  • Verschaffe dir auch nach dem geplanten Feierabend Freiraum. Sage alle Termine ab, die du eigentlich nach deinem Probearbeitstag noch wahrnehmen wolltest. Der Familie und den Freunden kannst du auch am nächsten Tag noch von deinem ersten Arbeitstag berichten. Doch warum die Termine absagen, fragst du dich? Ganz einfach: was passiert, wenn du gebeten wirst, ein oder zwei Stunden länger zu bleiben? Du würdest dich gestresst fühlen. Der Arbeitgeber prüft so deine Flexibilität.
  • Bist du bereits in einem Arbeitsverhältnis und benötigst den Probearbeitstag, um dir eine neue Stelle zu suchen, musst du sehr aufpassen. Kommt dein derzeitiger Chef dahinter, ist das ein Kündigungsgrund. Dein Handeln verstößt gegen das Arbeitsrecht.
  • Pünktlichkeit ist das aller Wichtigste. Stell deinen Wecker so, dass eine eventuelle Zugverspätung oder eine Autopanne dich nicht aufhalten können, pünktlich bei der Arbeit zu erscheinen. Sei lieber ein paar Minuten zu früh da.
  • Es ist selbstverständlich, morgens zu duschen und sich die Zähne zu putzen. In der Aufregung kann es schon mal passieren, dass du etwas vergisst. Ungeputzte Schuhe machen keinen guten Eindruck genauso, wie ein ungebügeltes Hemd. Erledige alle Dinge, die möglich sind, bereits am Vorabend, dann hast du am Morgen keinen Stress. Vergiss auch nicht, dir die Fingernägel zu schneiden.
  • Deinen Probearbeitstag musst du der Agentur für Arbeit mitteilen, wenn du arbeitslos gemeldet bist. Mit der Agentur ist auch abzuklären, ob dir die Fahrtkosten ersetzt werden. Es muss mit dem Arbeitgeber auch besprochen werden, ob es sich um einen Probetag oder ein sogenanntes Einfühlungsverhältnis handelt. Beim Probetag bist du gesetzlich unfallversichert und du hast Anspruch auf die Bezahlung der von dir geleisteten Stunden. Ein Einfühlungsverhältnis, auch als Schnuppertag bezeichnet, ist anders gesetzlich geregelt. Du bist dann nicht versichert und bekommst auch keinen Lohn. Geht die Testphase über mehrere Tage, muss das in einem Vertrag schriftlich festgehalten werden.

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Der Probearbeitstag - so verläuft er gut

Du erscheinst pünktlich und gut gepflegt auf deinen neuen Arbeitsplatz. Deine erste Tätigkeit ist, dein Handy abzuschalten, es sei denn, du musst während der Arbeit telefonisch erreichbar sein. Du nimmst nur dienstliche Anrufe entgegen. Zeige deinem Arbeitgeber und Kollegen, dass du an dem Job interessiert bist. Schäme dich nicht, Fragen zu stellen, das zeigt dem Chef, dass du mitdenkst und aktiv mitarbeitest. Du kannst deinen Kollegen auch proaktiv deine Hilfe anbieten. Erledige alle Aufgaben, die dir zugeteilt werden, jedoch nicht mehr, als von dir verlangt wird. Dein Übereifer könnte negativ ausgelegt werden.

>> Tipp: Beachte die Regeln des Business-Knigge

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Der Tag danach

Dein Probearbeitstag hat viele Eindrücke hinterlassen, die du erst verarbeiten musst. Lass den Tag Revue passieren und stell dir selbst einige Fragen. Diese entscheiden, ob du den Job, sofern er dir angeboten wird, auch machen möchtest.

  • Was sagt dein Bauchgefühl? Schreib dir die positiven und negativen Faktoren auf
  • Gibt es noch offene Fragen, die eventuell noch besprochen werden müssen?
  • Hast du einen bestimmten Grund, nicht in dem Unternehmen arbeiten zu wollen, zum Beispiel einen langen Anfahrtsweg?
  • Wie war das Verhältnis zu den Kollegen und dem Vorgesetzten? Passt das Arbeitsklima oder hattest du den Eindruck, dass es kein Teamwork gibt?

Es fällt die Entscheidung, ob du den Job bekommst oder nicht, bzw. ob du ihn annehmen möchtest. Du hast eine Nacht darüber geschlafen und die Eindrücke verarbeitet. Hat dir der Chef den Job zugesagt, stehst du vor der Entscheidung: annehmen oder nicht. Sagst du ab, soll das in einem höflichen Ton geschehen, du bedankst dich für das Interesse des Vorgesetzten. Bist du vom Probearbeitstag total hingerissen gewesen, und dein zukünftiger Chef will dich im Unternehmen haben, kannst du jetzt voll Elan in den Job starten.

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