Das ABC der Präsentationstipps für Studenten

PräsentationstippsNatürlich ist nicht jeder Mensch zum perfekten Redner oder Präsentator geboren. Aber auch dies kann man lernen. Denn das Präsentieren oder Vorstellen wird nicht nur im Studium zu einem wichtigen Punkt werden, sondern auch in deinem späteren Leben. Deshalb kannst du auch gar nicht früh genug damit beginnen. Im folgenden Artikel wollen wir dir mit dem kleinen Präsentations-ABC ein wenig unter die Arme greifen. Präsentieren ist nämlich nicht schwer, sondern will einfach nur gelernt sein. Und genau damit beginnen wir jetzt.

A wie Authentizität: Deine Zuhörer werden noch gespannter dem lauschen, was du sagst, wenn du auch entsprechend authentisch bist. Deshalb solltest du auf eingeübte Gesten verzichten. Denn dies lenkt nur zu sehr vom Zuhören ab. Wichtig ist auch, dass du dich bei deiner Präsentation nicht verstellst. Bleib einfach du selber und formuliere deine Aussagen klar. Auch dein Sprachstil sollte immer gleich sein. Setze nicht auf eine affektierte Sprache, wenn du diese auch sonst nicht benutzt.

B wie Beamer: Ob nun Beamer, Rechner oder andere technische Geräte – du muss immer im Vorfeld darauf achten, dass alles funktioniert. Bei einem Vortrag eine technische Panne zu erleiden, ist sicherlich nicht so toll und vor allem auch sehr peinlich. Zumal das Publikum dir dann auch nicht mehr zuhören wird. Deshalb teste besser im Vorfeld, ob alle technischen Geräte, die du für deinen Vortrag oder eine Präsentation benötigst auch einwandfrei funktionieren.

C wie Copyright: Das Urheberrecht spielt auch bei einer Präsentation eine entscheidende Rolle. Du darfst keine Inhalte verwenden, ohne den Urheber gefragt zu haben oder aber diesen namentlich zu erwähnen. Vor allem bei Bildern und Videos, die sehr gerne mal für eine Präsentation genutzt werden, ist es wichtig. Kläre deshalb im Vorfeld ab, ob du die entsprechenden Elemente verwenden darfst.

>> Mehr Infos über das Urheberrecht

D wie Drama: Du musst deine Zuhörer in deinen Bann ziehen. Und deshalb sollte auch deine Präsentation immer ein wenig dramatisch, aber vor allem spannend aufgebaut sein. Besonders bei sehr trockenen oder schwierigen Themen ist das nicht immer so leicht. Beziehe deine Zuhörer mit ein und rege sie zum Nachdenken an. Auf diese Weise vermeidest du, dass jemand während deines Vortrages einschläft. Wenn deine Zuhörer mit einem guten Gefühl und vor allem auch mit einer bleibenden Geschichte aus der Präsentation gehen, hast du alles richtig gemacht.

E wie Einleitung: Die Einleitung ist sicherlich einer der wichtigsten Punkte während einer Präsentation. Denn nach dieser entscheiden die meisten Zuhörer schon, ob sie weiter lauschen oder lieber dicht machen. Verzichte auf langweilige Floskeln, sondern wähle lieber eine spannende Geschichte als Einstieg, die sich dann wie ein roter Faden durch die ganze Präsentation zieht. Eine gute Präsentation kann nicht einfach mal so von einer Minute auf die nächste umgesetzt werden. Es braucht Zeit und die Meiste davon wirst du sicherlich in die Einleitung investieren müssen. Wenn dir keine Geschichte einfällt, kannst du auch einen persönlichen Einstieg wählen. Auf jeden Fall sollte sich deine Einleitung von anderen Einstiegen abheben.

F wie Folien: In der heutigen Zeit gibt es immer mehr Studenten, die bei der eigenen Präsentation auf Power Point-Folien setzen. Dagegen ist auch nichts weiter zu sagen. Dennoch sollte versucht werden, so wenige  Folien, wie möglich zu verwenden. Wer einen Vortrag oder eine Präsentation auch ohne Folien halten kann, sollte dies tun. Wer hingegen Folien verwendet, sollte darauf achten, dass das Layout ansprechend ist. Wähle keine grellen Farben und auch keine zu kleinen Schriftarten. Lass die Folien immer so lange stehen, damit auch wirklich jeder lesen kann, was dort steht.

G wie Grafiken: Mit Grafiken kannst du eine Präsentation immer wieder auflockern. Dabei musst du aber auch darauf achten, dass die Grafiken zum Inhalt passen und eine hohe Qualität haben. Niemand möchte pixelige Bilder oder unscharfe Illustrationen sehen.

H wie Handreichung: Hierfür gibt es auch ein englisches Wort, das dir vielleicht bekannter sein wird – Handout. Ein solches Handout gibst du deinen Zuhörern an die Hand. Hier finden sich noch einmal die wichtigsten Informationen zur Präsentation und die entsprechenden Verweise zu den weiterführenden Informationen. Das Handout wird aber niemals vor oder während der Präsentation ausgegeben, sondern erst danach. Der Grund dürfte klar sein: Die Zuhörer würden das Interesse verlieren.

I wie Inhalt: Auch die Inhaltsangabe sollte bei einer Präsentation nicht vergessen werden. Auf diese Weise bekommen deine Zuhörer schon einen kleinen Vorgeschmack, was sie während der Präsentation erwartet.

J wie Just for fun: Natürlich sollte deine Präsentation auch immer über den gewissen seriösen Hintergrund verfügen. Wenn jedoch komplexe Themen lustig und mit Humor verpackt sind, macht das Zuhören mehr Spaß. Niemand erwartet von dir von Null auf 100 zum Stand-up-Comedian zu werden. Aber ein wenig Humor darf auch bei deiner Präsentation nicht fehlen. Es sollte aber auch nicht zu übertreiben wirken. Witze und Gags deshalb bitte immer nur in Maßen und vor allem an den passenden Stellen. Ansonsten wirst du sehr schnell als Clown abgestempelt.

K wie Körpersprache: Bei einer Präsentation ist die Körpersprache ein wichtiger Informationsgeber. Deine Zuhörer erkennen sehr schnell, ob du authentisch bist oder nicht. Und das meist schon an deiner Körpersprache. Neben einer affektierten Sprache, solltest du auch auf eine affektierte Körperspräche verzichten. Das kommt beim Zuhörer auf jeden Fall besser an und sorgt zudem auch nicht für Ablenkungen. Sobald du spürst, dass du unsicher wirst, richte dich einfach mal auf. Auf diese Weise verändert sich dein Körpergefühl und du wirst auch kraftvoller.

L wie Lampenfieber: Es ist vollkommen normal vor einer Präsentation auch mal Lampenfieber zu haben. Nur die wenigsten Menschen haben kein Problem damit, vor einer großen oder auch kleinen Menge zu sprechen. Lampenfieber hat aber auch etwas Gutes. Denn der Körper schüttet auf diese Weise Hormone aus, die dich wach machen. Versuche dich vor der Präsentation zu beruhigen. Ruhig atmen und nochmal etwas trinken, kann effektiv sein und wirken.

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M wie moderieren: Es kann natürlich auch manchmal sein, dass nach einer Präsentation noch ein wenig diskutiert wird. In diesem Fall nimmst du die Rolle des Moderators ein. Das bedeutet, du solltest dich entsprechend auch darauf vorbereiten. Als Moderator musst du stets neutral bleiben und vor allem auch aktiv zuhören. Außerdem solltest du immer im Auge behalten, welche Wortmeldung als erstes war.

N wie Notizen: Du kannst nicht alles im Kopf haben. Bedenke aber auch, dass Notizen dazu verleiten können, dass du dich ablenken lässt. Das ist überhaupt nicht gut. Bereite dich deshalb sehr gut und vor allem auch gründlich auf deine Präsentation vor. Alles andere solltest du versuchen aus deinem Kopf zu verbannen. Denn mit einem Zettel in der Hand, auf dem deine Notizen stehen, kommst du nicht nur sehr unprofessionell rüber, sondern gibst deinen Händen als wichtigstes Kommunikationsmittel nicht die Möglichkeit entsprechend auf deine Zuhörer zu wirken. Wenn es gar nicht anders geht, klebe dir deine Notizen auf den Bildschirm deines Laptops. Aber es sollten wirklich nur Notizen sein und nicht der ganze Vortrag, der dann einfach nur noch abgelesen wird.

O wie Organisieren: Wenn du einen Vortrag halten möchtest, solltest du auch entsprechend organisiert sein. Nicht nur vor dem und während des Vortrages, sondern auch danach. Das heißt, du musst eben auch nach dem Ende deiner Präsentation wissen, wie es weiter geht und vor allem solltest du deine Zuhörer auch immer im Blick haben. Organisation bedeutet auch, dass die Zuhörer sich wohlfühlen und nicht gestört werden, beispielsweise von klingelnden Handys. Deshalb sollte diese ausgeschaltet werden. Es ist deine Aufgabe, die Zuhörer auch noch einmal darauf hinzuweisen.

P wie Pause: Pausen sind immer gut, vor allem wenn die Präsentation doch mal ein wenig länger dauert. Verabschiede deine Zuhörer in die Pause und weise zugleich darauf hin, dass nach einem bestimmten Zeitrahmen die Präsentation fortgesetzt wird. Wichtig ist, dass du immer vor den Zuhörern wieder an deinem Platz bist, um den Vortrag weiterzuführen. Versuche zudem während deiner Präsentation auch immer wieder mal ein paar Sprechpausen einzulegen und achte auf dein Sprachtempo.

Q wie Quasselstrippen: Es kann natürlich während deiner Präsentation auch passieren, dass du ein paar Quasselstrippen in deiner Gruppe hast. Diese musst du höflich zur Ruhe auffordern. Auch wenn jemand immer Fragen stellt, solltest du versuchen dies zu unterbinden. Natürlich immer höflich, aber dennoch bestimmend. Diese Person kann beispielsweise alle Fragen in einem Vieraugen-Gespräch beantwortet bekommen.

R wie Rhetorik: Die Kunst der Rede ist ein ganz entscheidender Punkt, der bei jeder Präsentation und jedem Vortrag beachtet werden muss. Wichtig ist vor allem, dass du dich auf das Wesentliche beschränkst. Du solltest also nicht zu schnell und auch nicht zu leise sprechen. Denn alle Anwesenden im Raum sollten dich richtig verstehen. Artikuliere dich klar und deutlich und verwende nicht zu viele Nebensätze, sondern lieber Hauptsätze. Nutzen auch nicht zu viele Fremdwörter oder Fachausdrücke. Das könnte die Zuhörer sehr schnell verwirren.

S wie Schriftarten: Für deine Folien oder für das Handout solltest du auf jeden Fall eine Schriftart wählen, die schnell und klar zu lesen ist. Hier bietet sich vor allem eine Schrift an, die keine Serifen hat. Auf Folien solltest du darauf verzichten die Schrift zu fetten oder zu unterstreichen. Auch die Variante „kursiv“ sollte nur gering eingesetzt werden. Zu kein dürfen die Schriften auch nicht sein. Auf keinen Fall unter 20 Punkte gehen.

T wie Texte: Deine Texte auf den Folien sollten nicht nur lesbar, sondern leicht zu verstehen sein. Das Gleiche gilt auch für die Grafiken. Du kannst nicht einfach eine Grafik erstellen, die kein Mensch versteht. Wenn du Texte oder auch Grafiken nicht ansprechend in die Präsentation unterbringen kannst, dann solltest du es lieber lassen. Es darf auch nicht zu viel Text oder zu viele Zahlen sein. Das wirkt auf den Zuhörer sehr schnell langweilig und wird meist dann dazu führen, dass dir niemand mehr folgen kann.

U wie unterbrechen: Es kann in jeder Präsentation oder in jedem Vortrag zu Unterbrechungen kommen. Sei es nun durch einen Zuspätkommer oder durch ein Handy, das klingelt. Für dich sollte dies aber alles keine Relevanz haben und du solltest dich auch nicht aus der Ruhe bringen lassen. Erst einmal aus dem Konzept gekommen, wirst du nur sehr schwer wieder reinfinden. Vor allem wenn du keine Routine in den Präsentation und Vorträgen hast. Bewahre die Ruhe und mach einfach weiter.

V wie vorstellen: Bevor du mit deiner Präsentation beginnst, solltest du dich bei deinen Zuhörern vorstellen. Doch Vorsicht! Hier ist wieder weniger mehr. Niemand möchte deine komplette Vita wissen. Es geht einfach nur darum den Redner ein wenig besser kennenzulernen und vor allem auch seine Persönlichkeit. Alles andere ist erst einmal nicht wichtig.

W wie Wasser: Wasser ist ein wichtiger Begleiter für deine Präsentation. Du glaubst gar nicht wie schnell du einen trockenen Mund bekommen kannst, wenn du die ganze Zeit redest. Deshalb solltest du auf jeden Fall dafür sorgen, dass du immer ein Glas Wasser in deiner Nähe hast.

X und Y wie Probleme, die auch so auftauchen können: Du kannst deinen Vortrag oder deine Präsentation noch so gut planen und organisieren. Aber es kann trotzdem immer etwas dazwischen kommen. Denn nicht alles ist planbar oder einzukalkulieren. Deshalb mach dich einfach ein wenig locker und geh nicht allzu verbissen an dieses Ereignis. Selbst bei einem Fehler oder einem Versprecher wird dir niemand den Kopf abreißen. Mit einem charmanten Lächeln kann auch der größte Faux Pas beendet werden.

Z wie Zwischenfragen: Bei Zwischenfragen musst du selbst entscheiden, ob du diese gleich oder erst am Ende des Vortrages beantwortest. Wenn du sehr viele Zuhörer hast, bietet es sich an, die Beantwortung auf das Ende zu verlegen. Sonst wirst du mit deiner Präsentation niemals fertig. Anders ist es aber bei Verständnisfragen. Diese müssen immer gleich beantwortet werden. Ansonsten kann es zu weiteren Kommunikationsproblemen kommen.

Du siehst also, dass so eine Präsentation schon die einen oder anderen Punkte beinhaltet, die auch beachtet werden sollten. Nur dann kann dein Vortrag auch zu einem echten Erlebnis werden. Nicht nur für dich, sondern auch für deine Zuhörer. Und mit jeder Präsentation wirst du auch sicherer werden. Glaub uns. Zum Üben kannst du auch deine Freunde oder Familie zur Hilfe nehmen.

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