Motivationsmanagement

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Motivationsmanagement & Motivationstipps

Nach diesem Schritt sollte man unterschiedliche Strategien testen, um den Weg aus dem Motivationsloch zu finden. Die Basis zur Vermeidung von Motivationstiefs legt man allerdings bereits mit einer bedachten Studienwahl. Nur wenn man sich wirklich für das Fachgebiet interessiert, wird man in der Lage sein, auch in schwierigen Phasen durchzuhalten. Gerade in den ersten beiden Semestern sollten sich Studierende immer wieder die Frage stellen, ob ihre Erwartungen an das Fach erfüllt werden. In dieser Zeit ist die Gelegenheit noch günstig, neue Wege einzuschlagen. Aber auch wenn man sich sicher ist, die beste Wahl getroffen zu haben: Motivationstiefs können auch bei einem Traumstudiengang auftreten. Folgende Tipps sollen helfen, um diese zu überwinden.

Wege aus dem Motivationstief

Bilde Lerngemeinschaften

Einzelkämpfer haben es schwer – dies gilt auch hinsichtlich der Motivationssteuerung. Wer sich einer Lerngemeinschaft anschließt, erfährt, dass man nicht nur selbst Leistungsdruck ausgesetzt ist. Diese Erkenntnis wirkt dem demotivierenden Gedanken, nur man selbst habe es schwer, effektiv entgegen. Hinzu kommt, dass bei einer eingespielten Lerngemeinschaft die einzelnen Mitglieder oft die Rollen tauschen: So können alle Mitglieder von Motivationshochs einzelner Personen profitieren und sich zu besserer Leistung angespornt fühlen. Selbstverständlich bieten Lerngemeinschaften zusätzlich auch einen fachlichen Nutzen: Bei Verständnisproblemen findet sich in der Regel schnell ein Gruppenmitglied, das Sachverhalte erläutern und wertvolle Tipps geben kann.

Erkenne und durchbreche Aufschiebemechanismen

Motivationstiefs gehen oft damit einher, dass man wichtige (Lern)Aufgaben auf die lange Bank schiebt. Am Anfang sorgt dieses Verhalten nur mäßig für Probleme, rückt aber beispielsweise ein Prüfungstermin immer näher, wächst der Druck, endlich aktiv werden zu müssen. Merkt man, dass man seinen Zeitplan nicht erfüllt, obwohl im Grunde ausreichend Zeit zur Verfügung steht, sollte man die Ursachen für dieses Verhalten erforschen und sich vor Augen führen, dass dieses Verhalten nicht problemlösend, sondern -verschärfend wirkt.

Wähle den Weg der kleinen Schritte

Ein großer Berg von Fachliteratur, der auf eine Durcharbeitung wartet, kann äußerst demotivierend wirken. Man ahnt und sagt es sich schon im Vorfeld: Selbst, wenn ich heute den ganzen Tag arbeite und lerne, wird noch soviel Lernstoff übrig bleiben, als hätte ich kaum etwas geschafft. In einer wichtigen Lernphase ist es deshalb sinnvoll, Schritt für Schritt zu gehen und nicht zu sehr auf die anscheinend überwältigende Gesamtlänge des Weges zu achten.

Formuliere konkrete Ziele

Nichts wirkt motivierender, als die Erkenntnis, dass die eigenen Anstrengungen dazu dienen, ein ganz bestimmtes Ziel zu erreichen. Große Ziele – wie der anvisierte Traumjob – haben zunächst die stärkste Motivationskraft. Sie verlieren allerdings nicht selten während langer Lernphasen an Ausstrahlungskraft, da sie noch in weiter Ferne liegen. Hier ist es wichtig, sich kleinere Ziele zu setzen und mit Belohnungen zu arbeiten. Das kann beispielsweise ein Kurzurlaub nach einer erfolgreichen Teilprüfung sein, um neue Kraft zu schöpfen. Die Ziele, die man sich setzt, sollten dabei allerdings immer realistisch sein: Sind sie zu hoch gefasst und schwer erreichbar, können diese Ziele auch demotivierend wirken.

Kommuniziere die festgelegten Ziele

Sich selbst ein Ziel zu setzen ist bereits motivierend. Nun kann ein Motivationstief allerdings auch bewirken, dass man sein ehemals gefasstes Ziel abschwächt oder gar verleugnet. Dem entgegen wirken kann man, indem man sein Ziel gleich zu Beginn Bekannten, Freunden und Verwandten mitteilt. Sie werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit regelmäßig nach den Fortschritten erkundigen, was wiederum einen sanften Druck erzeugt. Diese leichte soziale Kontrolle kann erheblich zur Motivation beitragen.

Identifiziere und nutze die Motivatoren

Nicht nur das Ziel selbst kann motivierend wirken – viel stärker ist die Motivationskraft, die aus den Folgen der Zielerreichung oder des Nichterreichens resultieren. Diese Folgen sollte man sich in regelmäßigen Abständen vor Augen führen. Auch die negativen Folgen haben dabei eine motivierende Wirkung, wenn man richtig mit ihnen umgeht: Sie sollen nicht ängstlich betrachtet werden, aber als Ereignisse, die man unbedingt verhindern möchte.

Rufe vergangene Erfolge ins Gedächtnis

Leistungsdruck ist für Studierende in der Regel nichts Neues – bereits in Schulzeiten musste man sich damit auseinandersetzen. Wenn die Motivation verloren geht, kann die Erinnerung an zurückliegene Erfolge  unterstützend wirken. Das Selbstvertrauen wird gestärkt, wenn man sich vor Augen führt, dass man bereits in früheren Zeiten Herausforderungen erfolgreich gemeistert hat.

Wertschätze die eigenen Erfolge

Motivationstiefs kann man auch vorbeugen, indem man Erfolge ausreichend würdigt und diese als Resultate seiner eigenen Bemühungen versteht. Wer hingegen den Erfolg als Zufallsprodukt ausmacht, wird es schwer haben, sich für neue Herausforderungen zu motivieren – schließlich ist der Zufall keine Größe, die man selbst in der Hand hat. Und das Gefühl, Ereignisse nicht selbst beeinflussen zu können, kann äußerst demotivierend wirken. Erfolge kann man dabei nicht nur durch positives Denken würdigen, sondern auch, indem man sich selbst für den Erfolg belohnt. Das angenehme Gefühl, das mit einer solchen Belohnung einhergeht, bleibt im Gedächtnis und motiviert für das nächste Ziel.

Beseitige Hindernisse und löse private Probleme

Manchmal hindern Kleinigkeiten daran, endlich durchzustarten und mit vollem Elan einer neuen Herausforderung entgegenzutreten. Diese gilt es zu erkennen und im Vorfeld der "heißen Lernphase" aus dem Wege zu räumen. Beispiele für kleine Stolpersteine, die vom konzentrierten Lernen abhalten können, sind unerledigte Aufgaben im Haushalt oder ein Arbeitsumfeld, welches das Lernen unnötig erschwert. Auch private,  zwischenmenschliche Probleme können zu einem Motivationstief führen. Auch diese gilt es - wenn möglich - kurzfristig zu lösen. Ansonsten können sie ein dauerhaftes Hindernis beim effizienten Studium sein.

Visualisiere die Zielerreichung

Die Motivation durch eine konkrete Zielsetzung lässt sich steigern. Beispielsweise indem man sich regelmäßig das Ziel als bereits erreicht visualisiert. Je intensiver diese Vorstellung, diese Visualisierung, desto stärker die Motivationssteigerung. So könnte man sich zum Beispiel in allen Facetten ausmalen, wie nahestehende Personen Gratulationen aussprechen und Anerkennung ausdrücken.

Fazit

Das Studium sinnvoll zu organisieren stellt viele Studierende vor eine große Herausforderung. Auch deshalb, weil das entsprechende Wissen hinsichtlich Vorgehensweise und bewährter Strategien fehlen. Mit der konsequenten Umsetzung der in dieser Broschüre genannten Tipps wird ein effizientes Studieren gelingen.

 

Diese "Short-Facts" zum Thema Motivationsmanagement hat uns netterweise  der Zeitmanagement-Trainer Burkhard Heidenberger von Zeitblueten.com zur Verfügung gestellt. Entnommen ist das Kapitel "Motivationsmanagement" aus dem eBook „Mit Zeitmanagement effizient studieren“, das du hier kostenlos downloaden kannst.

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Kommentare

Lina schreibt:
2017-03-29 18:10:28
Hier noch ein ergänzender Hinweis auf das aktuell (bis 2019) laufende Forschungsprojekt SensoMot, das die Motivationsindikatoren (und damit bei ihrem Fehlen auch die Gründe für aufschiebenden Praktiken) wissenschaftlich untersuchen soll und von dem im zweiten Schritt sicher auch Erkenntnisse für Studierende zu erwarten sind: https://www.textundwissenschaft.de/2017/03/15/was-macht-lernen-effizient-untersuchung-von-motivationsindikatoren-in-bmbf-projekt-sensomot/

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