Die Karriereplanung der Generation Y

Was sich an den Lebensplänen der Young Professionals geändert hat

Babyboomer, Generation X und jetzt die Generation Y: Diese schönen Begriffe bezeichnen die Personen verschiedener Geburtenjahrgänge – und sie alle sind komplett verschieden. Während früher das Gehalt der einzige entscheidende Faktor bei der Wahl des Arbeitsplatzes war, spielen heute ganz andere Faktoren die Hauptrolle. Das erfordert ein Umdenken bei den Unternehmen. Vor allem Branchen, wie der Maschinenbau, Banken oder Versicherungen haben hier das Nachsehen. Ihr Ansehen schwindet, sodass sie von aufstrebenden Start-ups, die eine ganz andere Arbeitswelt verkörpern, überrannt werden. Auch für dich als Student stellt sich die Frage: Bietet mein zukünftiger Arbeitgeber mehr als nur Geld und einen Firmenwagen? Denn wie wir alle wissen, ist Arbeit nicht alles.

Studie zeigt: Generation Y fordert eine ausgeglichene Work-Life-Balance

Bereits 2014 gab es eine Studie, die die 500 größten deutschen Unternehmen befragte. 70 Prozent der Entscheider, die an der Befragung teilnahmen, sagten aus, dass die Bewerber für Führungspositionen nicht bereit sind, den privaten Bereich dem Beruf unterzuordnen – oder anders ausgedrückt: Karriere steht nicht über dem Privatleben. Früher war alles anders. Während vorherige Generationen Führungsaufgaben als oberstes Ziel angaben, sieht es heute ganz anders aus. Wichtiger ist der Generation Y die Work-Life-Balance, also ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatem. Bis 22 Uhr arbeiten, viel Geld verdienen und einen dicken Firmenwagen fahren ist demnach kein ausgeschriebenes Ziel, wenn dafür das Privatleben leidet.

Bedeutet das nun, dass du Teil einer Softie-Generation bist? Natürlich nicht. Die Vereinbarung von Privatem, wie dem Familienleben, mit dem Geschäftsalltag ist nur allzu verständlich. Es geht nicht mehr nur darum, die Karriereleiter schnell hinaufzuklettern und viel Geld zu scheffeln, sondern darum eine sinnvolle Aufgabe zu erledigen, die uns fordert und gleichzeitig begeistert. Starre Prozesse, wie sie in traditionellen Branchen gang und gäbe sind, sind nicht mehr modern und ganz bestimmt nicht innovativ oder effizient. Sie engen ein – und kappen damit die Möglichkeiten, sich selbst zu verwirklichen oder sich mit dem Arbeitgeber zu identifizieren.

Arbeitest du noch oder identifizierst du dich schon?

Junge Talente, wie du es vielleicht eines bist, müssen nicht mehr alles tun, was von ihnen gefordert wird. Der Konkurrenzdruck ist groß, alle Unternehmen wollen nur die Besten. Da reicht es schon lange nicht mehr, mit den Geldscheinen zu wedeln. Klar, das Gehalt muss stimmen, aber moderne und innovative Unternehmen (die größten Namen sind hier beispielsweise Facebook, Google und andere aus der Tech-Branche), sorgen auch dafür, dass die Generation Y sich mit dem Unternehmen identifizieren kann. Dazu zählen zahlreiche Extraleistungen, wie Lounges zum Relaxen, kostenlose Getränke und Snacks, Fitnessstudios und andere Annehmlichkeiten, wie das Home Office. Alles Dinge, die die Arbeit in ein angenehmes Ambiente einbetten, sodass der berufliche Druck und Deadlines gar nicht mehr „so schlimm“ wirken. Starre Prozesse sucht man hier vergeblich, schließlich solltest du rund 50 Jahre arbeiten – das schaffst du nur, wenn du dich mit deinem Arbeitgeber identifizieren kannst.

Genau hier hört es bei traditionellen Arbeitgebern auf. Sie sehen immer noch sich selbst an der Macht und haben nicht verstanden, dass selbst Berufsanfänger die Wahl haben – und die entscheiden sich heute fast immer für eine gute Work-Life-Balance statt Karriere um jeden Preis. Du willst einen Arbeitgeber, der dich versteht, fördert und dich schützt. Und das ist auch dein gutes Recht.

„Lebensphasenorientierte Personalpolitik“: Young Professionals individuell und flexibel fordern

In Fachkreisen spricht man heute davon, dass die sogenannte „lebensphasenorientierte Personalpolitik“ am besten geeignet ist, um Young Professionals von einer Vertragsunterzeichnung zu überzeugen. Starre Prozesse müssen zerschlagen und die Weiterbildungsangebote an die Arbeitnehmer (also dich und deine Kollegen) angepasst werden. Dazu zählen beispielsweise Dinge, wie:

  • Flexible Arbeitszeitmodelle, sodass du zumindest teilweise aussuchen kannst, wann du arbeitest.
  • Individuelle Personalentwicklungsprogramme, um die eigenen Stärken zu erkennen und sie auszubauen – um sie anschließend gewinnbringend im Unternehmen einzubringen.
  • Teambuildingaktivitäten, beispielsweise gemeinsame Ausflüge und Workshops, denn ohne ein gutes Team kommt niemand voran.

Man kennt diese Maßnahmen vor allem aus den USA, wo sie schon heute an der Tagesordnung sind. Das ist vielleicht auch ein Grund, warum die Staaten Deutschland in manchen Belangen noch ein wenig voraus ist – vor allem, wenn es darum geht, sich innovativ zu zeigen, stellen sich einige deutsche Unternehmen noch nicht sehr geschickt an. So ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Young Professionals ins Ausland gehen.

Wer behauptet, dass die Generation Y arbeitsfaul ist, hat den modernen Arbeitsmarkt nicht verstanden. Es ist nur all zu verständlich, dass du dich nicht mehr in starre Karriereschubladen pressen lassen willst, nur um des Geldes willen. Ein gewisses Maß an Entfaltungsmöglichkeiten und moderne Strukturen sind ein Muss, denn: Young Professionals sind heiß begehrt. Warum solltest du dich für das erstbeste Unternehmen entscheiden?

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