Der perfekte Hochschulabsolvent

Die Kriterien für die Einstellung in renommierten Unternehmen liegen längst nicht mehr nur bei den Noten oder der Reputation der Universität. Umso mehr Praxiserfahrung du als Absolvent mitbringst desto höher sind deine Chancen auf einen guten Job. Aber es gibt natürlich auch noch andere Kriterien, welche du beachten solltest, um der perfekte Hochschulabsolvent für deinen künftigen Arbeitgeber zu sein.

Der perfekte Hochschulabsolvent

Themen dieser Seite:

Die Auswahl des Studiums

Bereits die Auswahl deines Studiums kann entscheidend zu deinem späteren Bewerbungserfolg beitragen. Du solltest dir von Anfang an klar darüber sein, welches Berufsziel du dir steckst. Und was noch wichtiger ist, die Identifikation mit diesem Berufswunsch. Noch höher scheinen die Unternehmen die Wahl des Studienschwerpunktes zu bewerten. Also die Entscheidung, mit welchen Themen und Tätigkeitsbereichen du deinen Berufsalltag verbringen willst.

Jede Ungereimtheit oder Unsicherheit beim Vorstellungsgespräch in dem Zusammenhang fällt negativ auf und wird hinterfragt. Du solltest dich also gut dafür wappnen, um deine Berufswahl glaubwürdig zu untermauern. Es ist wesentlich, dein Gegenüber davon zu überzeugen, dass du der richtige Kandidat für die ausgeschriebene Stelle bist. Beim Interview sollte eine gewisse Begeisterung und Erwartung an die Aufgabe rüberkommen. Sich nur zu bewerben, weil der Job gerade ausgeschrieben ist, wirkt eher negativ.

Möglichst viel Berufspraxis sammeln

Sammle während deines Studiums möglichst viel Berufspraxis und Erfahrungen. Zu Beginn deines Studiums wirst du dir vermutlich mit den typischen Studentenjobs, wie kellnern oder Aushilfstätigkeiten, einfach Geld dazu verdienen. Solche Tätigkeiten untermauern deinen Fleiß und deine Zielstrebigkeit. Dabei kannst du auch bestimmte Softskills, wie Teamarbeit, Flexibilität und den Umgang mit unterschiedlichen Menschen, erwerben. Auch das sind Fertigkeiten, welche in der Arbeitswelt von heute wichtig sind.

Aber lass dabei nie dein Ziel aus den Augen. Versuche, wann immer es möglich ist, auch zu deiner Ausbildung passende Praxis zu erwerben. Umso mehr Erfahrung du in deiner angestrebten Berufsrichtung aufweisen kannst, desto besser. Du vermittelst damit nicht nur echtes Interesse an deinem Berufsziel. So mancher Praxisplatz eröffnet einem nach Studienabschluss den ersten Berufseinstieg. Praktika sind die beste Möglichkeit, in deinen künftigen Beruf reinzuschnuppern und erste Erfahrungen zu sammeln.

Arbeitszeugnisse anfordern

Zeugnisse, vor allem wenn sie gut sind, untermauern deinen Einsatz und deine Kompetenzen. Daher solltest du bei jedem Job und bei jeder Praktikumsstelle ein Arbeitszeugnis anfordern. Sie können dir bei zukünftigen Bewerbungen entscheidende Vorteile gegenüber Mitbewerbern liefern. Arbeitszeugnisse können viel mehr über einen Bewerber aussagen als so manches Schulzeugnis.
Dein Abschlusszeugnis solltest du natürlich auch nicht außer Acht lassen. Die reinen Noten wiegen bei vielen Unternehmen heute zwar nicht mehr so viel, aber gute Noten haben noch nie geschadet.

Auslandserfahrung und Fremdsprachen

Nicht jedes Unternehmen legt großen Wert auf Auslandserfahrungen oder Fremdsprachenkenntnisse. Höre dich früh genug in deiner zukünftigen Branche um, damit kannst du die Wichtigkeit gut einschätzen. Wobei grundlegende Englischkenntnisse heutzutage oftmals als selbstverständlich angesehen werden.

Der perfekte Hochschulabsolvent bei der Bewerbung

Wenn du deinen Abschluss in der Tasche hast, solltest du dich der Bewerbungsvorbereitung widmen. Unternehmen haben bestimmte Vorstellungen von einem perfekten Hochschulabsolventen, ganz besonders bei der Bewerbung. Wichtig ist jetzt eine umfangreiche Vorbereitung auf dein Vorstellungsinterview. Auf folgende Punkte legen Interviewer ihr Hauptaugenmerk:

  • Kenntnisse über das Unternehmen: Nichts mögen die Personalverantwortlichen weniger, als wenn ein Bewerber keine Ahnung hat, wo er sich bewirbt. Versuche, so viel wie möglich über die Firma in Erfahrung zu bringen. Welche Standorte gibt es? Wie groß ist die Firma? Sammle so viele Fakten, wie du finden kannst. In welcher Branche wird gearbeitet bzw. was wird hergestellt oder worin besteht die Dienstleistung? Gibt es Schwester- oder Tochterfirmen? Was beinhaltet die Firmenphilosophie? Jedes Detail ist wichtig. Bereite dich auf Fragen vor, wie „wo sehen Sie sich in unserer Firma?“.
  • Klare Gehaltsvorstellungen: Recherchiere unbedingt die branchenüblichen Gehälter vorab. Du solltest eine klare Gehaltsvorstellung haben. Diese sollte realistisch, aber auf keinen Fall überzogen sein. Zu niedrig darf es aber auch nicht sein, damit machst du dich schlechter, als du bist. Du musst deinen Wert einschätzen können, so kannst du dir wieder einen Pluspunkt gegenüber deinen Konkurrenten herausarbeiten.
  • Gute Darstellung deiner Kompetenzen: Lege dir schon frühzeitig eine Kompetenzliste an. Ergänze, erweitere und bearbeite sie während deiner Ausbildung. Vielleicht findest du einen Freund oder Tutor, der dir dabei zur Seite steht. Er kann dir aufzeigen, ob deine eigene Wahrnehmung mit deiner Außenwirkung übereinstimmt. Eine gute Darstellung deiner Kompetenzen bringt dich wieder einen Schritt näher an deinen Traumjob.
  • Realistische Karriereerwartungen: Auch diesen Punkt solltest du dir genau überlegen. Wer blauäugig glaubt, in fünf Jahren Generaldirektor zu sein, erntet vermutlich wenig Begeisterung seitens des Personalchefs. Lege dir eine realistische Karriereerwartung zurecht und vertrete sie glaubhaft.

Fazit

Willst du ein perfekter Hochschulabsolvent sein, versuche, dich bestens auf den entscheidenden Augenblick vorzubereiten. Die Unternehmen haben ihre ganz besonderen Wünsche und Vorstellungen an ihre zukünftigen Mitarbeiter. Die Realität wird dem nicht immer ganz gerecht, aber du kannst eine Menge dazu beitragen. Dein größtes Plus sind möglichst viele Praktika, danach folgt die richtige Wahl deines Studienschwerpunktes vor den Arbeitszeugnissen und deiner Abschlussnote. Weiter hinten rangieren Auslandserfahrungen und Fremdsprachen. Bei der Bewerbung selbst liegen die Schwerpunkte auf der Kenntnis über das Unternehmen und deiner angemessenen Gehaltsvorstellung. Danach folgen eine gute Kompetenzeinschätzung und eine realistische Karriereerwartung. Wenn du möglichst viele dieser Faktoren für dich positiv hervorheben kannst, hast du gute Aussichten auf Erfolg. Und vielleicht bist dann gerade DU der perfekte Hochschulabsolvent.

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