Assessment-Center
Das intensivste Vorstellungsgespräch
Themen dieses Artikels:
- Was ist überhaupt ein Assessment-Center?
- Was erwartet dich in einem Assesment-Center?
- Vorbereitung auf ein Assessment-Center
- Kriterien im Assessment-Center
- Übung macht den Meister
Was ist überhaupt ein Assessment-Center?
Laut Wikipedia handelt es sich bei einem Assessment-Center um ein:
„betriebliches Auswahlverfahren oder auch Personalauswahlverfahren, in dem mehrere Beobachter und Beobachterinnen einen bzw. mehrere (unternehmensinterne oder -externe) Kandidaten und Kandidatinnen anhand von Verhaltensausprägungen beobachten, beschreiben, beurteilen und einschätzen, um auf der Basis eines zugrundeliegenden Anforderungsprofils deren Eignung für eine konkrete Aufgabe bzw. Stelle zu bewerten.“
Soweit der Versuch, Assessment-Centern mittels Definition den Schrecken zu nehmen. Aber was steckt wirklich dahinter?
Was erwartet dich in einem Assessment-Center?
Zu den üblichen Aufgaben in einem AC gehören Präsentationen, Gruppendiskussionen, Rollenspiele, Fallstudien und die so genannte Postkorbübung. Bei dieser geht es darum, eine lange Liste von Terminen und Aufgaben nach ihrer Dringlichkeit zu sortieren und einen Zeitplan zur Erledigung der Arbeiten zu erstellen.
Zusätzlich zu diesen Übungen gibt es Tests, die sich in drei Gruppen aufteilen: Intelligenz-, Persönlichkeits- und Leistungstests. Mit den Intelligenztests werden neben der Allgemeinbildung auch logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen und die mathematische Befähigung geprüft. Bei den Persönlichkeitstests geht es um bestimmte Charaktereigenschaften, bei den Leistungstests um Konzentration und Ausdauer.
Vorbereitung auf ein Assesment-Center
Der erste und entscheidende Tipp lautet: Gehe so unbefangen wie möglich an die Übungen und Planspiele heran. Versuche auf gar keinen Fall, dich zu verstellen oder den Sinn der Spiele zu antizipieren. Denn nur, wenn du weitgehend authentisch bleibst, kannst du auch auf der punkten!
Ein weiterer typischer Fehler ist die Annahme, dass die Begutachtung nur während der Übungen stattfindet. Tatsächlich werden die Kandidaten aber die gesamte Zeit beobachtet. Sei dir dessen immer bewusst! Auch die Zeit zwischen den Übungen und deine Interaktion mit anderen Bewerbern werden bewertet! Selbst am Abend, wenn bei mehrtägigen ACs gemeinsames Abendessen, Programm und anschließende Geselligkeit angesagt sind, steht man als Kandidat noch auf dem Prüfstand.
Kriterien im Assessment-Center
Von Fall zu Fall mögen die Kriterien für einen guten Bewerber variieren, es gibt aber ein paar Punkte, nach denen Personaler eigentlich immer Ausschau halten. Hier sind sie:
- Verhalten im Team
- Rolle & Stellung in der Gruppe
- Wortführer oder eher Herdentier?
- Redselig oder eher der stille Zuhörer?
- Konstruktiv in der Diskussion oder mit Lautstärke überzeugend?
- Macht der Kandidat konstruktive Vorschläge?
- Faktor Timing: Talent oder eher Stümper?
- Auch wichtig: Trinkt der Kandidat zu viel?
Übung macht den Meister
Es zeigt sich immer wieder, dass gerade Kandidaten, die schon mehrere Assessment-Center absolviert haben, besser abschneiden. Hier hilft der Trainingseffekt bei sich wiederholenden Übungen. Wenn die beworbene Position also mit hoher Wahrscheinlichkeit über ein Assesment-Center besetzt wird, dann nutze jede Chance zu üben! Du kannst dazu auch Einladungen zu einem AC wahrnehmen, bei dem der Job dich eigentlich gar nicht interessiert. Was letztlich zählt ist der Übungseffekt!
Für die einen ist es die Mogelpackung schlechthin, für die anderen eine Art Wunderwaffe auf der Suche nach dem Idealkandidaten: Das Assessment-Center. Doch was genau musst du dir darunter vorzustellen und was solltest du bei der Teilnahme beachten? Am wichtigsten: Wie kannst du dich gut darauf vorbereiten? Der Studium-Ratgeber gibt dir die Antworten!




